Frieden, Norwegen

Trump: FriedensnobelpreistrÀgerin hat mich angerufen

11.10.2025 - 03:10:35

Der US-PrĂ€sident hatte die wichtigste politische Auszeichnung fĂŒr sich beansprucht, doch letztlich ging sie nach SĂŒdamerika. Nun erzĂ€hlt Donald Trump von einem Telefonat mit der PreistrĂ€gerin.

US-PrĂ€sident Donald Trump hat nach eigenen Worten einen Anruf der neuen FriedensnobelpreistrĂ€gerin MarĂ­a Corina Machado aus Venezuela erhalten. Die zur NobelpreistrĂ€gerin erkorene Person habe ihn angerufen und gesagt, dass sie die Auszeichnung ihm widme, weil er sie wirklich verdient habe, sagte der PrĂ€sident ĂŒber das Telefonat - ohne die venezolanische OppositionsfĂŒhrerin beim Namen zu nennen. Diese Geste habe er als sehr schön empfunden. Danach ergĂ€nzte Trump im Scherz: «Ich habe nicht gesagt: "Dann geben Sie ihn mir".»

Machado hatte nach Bekanntgabe der WĂŒrdigung auf der Plattform X geschrieben: «Ich widme diesen Preis dem leidenden Volk Venezuelas und PrĂ€sident Trump fĂŒr seine entschlossene UnterstĂŒtzung unserer Angelegenheit.» Trump sagte nun, er habe Machado auf ihrem Weg geholfen.

Das norwegische Nobelkomitee in Oslo hatte die Preisvergabe an Machado mit ihrem «unermĂŒdlichen Einsatz fĂŒr die demokratischen Rechte des venezolanischen Volkes und ihrem Kampf fĂŒr einen gerechten und friedlichen Übergang von Diktatur zur Demokratie» begrĂŒndet. Die 58-JĂ€hrige gilt als einende Kraft der venezolanischen Opposition und entschiedene Widersacherin des seit 2013 regierenden autoritĂ€ren PrĂ€sidenten NicolĂĄs Maduro.

«Er hat das Herz eines Humanisten»

Trump hatte in den vergangenen Wochen wiederholt betont, er selbst habe den Preis verdient und innerhalb von nur sieben Monaten sieben Kriege beendet. In dieser Woche kam es auf seine Initiative hin zu einer ersten Einigung im Gaza-Konflikt zwischen Israel und der palÀstinensischen Terrororganisation Hamas, bei der noch nicht absehbar ist, ob sie Bestand haben wird. Kritiker Trumps halten ihm indes vor, die regelbasierte internationale Zusammenarbeit auf Basis von VertrÀgen, Abkommen und Werten zu untergraben und auch im Inland mit seinem radikalen Vorgehen GrÀben vertieft und neue Konflikte geschaffen zu haben.

Ein Vertreter des Pressestabs im Weißen Haus hatte die Tatsache kritisiert, dass Trump leer ausgeht und der Friedensnobelpreis Machado zuerkannt wird: «Das Nobelkomitee hat bewiesen, dass es Politik ĂŒber Frieden stellt», schrieb Sprecher Steven Cheung auf X. «PrĂ€sident Trump wird weiterhin Friedensabkommen schließen, Kriege beenden und Leben retten. Er hat das Herz eines Humanisten, und es wird niemals jemanden wie ihn geben, der allein durch die Kraft seines Willens Berge versetzen kann.»

@ dpa.de