Christen, Terrorismus

Trump droht Nigeria mit MilitÀrschlÀgen

02.11.2025 - 00:05:14

Der US-PrÀsident wirft der Regierung Nigerias vor, zu wenig dagegen zu tun, dass Islamisten in dem Land Christen töteten. Jetzt spricht Trump eine Drohung aus.

  • Trump droht der Regierung Nigerias.  - Foto: Mark Schiefelbein/AP/dpa

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  • Nigerias PrĂ€sident verweist auf die Verteidigung der Religionsfreiheit.  - Foto: Bernd von Jutrczenka/dpa

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Trump droht der Regierung Nigerias.  - Foto: Mark Schiefelbein/AP/dpaNigerias PrÀsident verweist auf die Verteidigung der Religionsfreiheit.  - Foto: Bernd von Jutrczenka/dpa

US-PrĂ€sident Donald Trump hat Nigerias Regierung mit MilitĂ€rschlĂ€gen in dem westafrikanischen Land gedroht. Er fĂŒhrte als Grund an, dass islamistische Terroristen dort Christen töteten. Er weise gerade das Pentagon an, in die Vorbereitung fĂŒr einen möglichen Einsatz zu gehen, schrieb der Republikaner auf der Plattform Truth Social. Nigerias PrĂ€sident Bola Ahmed Tinubu hatte zuvor auf der Plattform X betont: «Nigeria lehnt religiöse Verfolgung ab und fördert sie nicht.»

Trump schrieb weiter, wenn die Regierung Nigerias dieses Töten weiterhin zulasse, wĂŒrden die USA sofort alle Hilfen fĂŒr das Land stoppen. Und man werde in das «in Ungnade gefallene» Land kommen, um die islamistischen Terroristen, die diese GrĂ€ueltaten begingen, auszurotten. Sollte man angreifen, werde es schnell und brutal sein. Trump schrieb zum Schluss: «WARNUNG: DIE NIGERIANISCHE REGIERUNG SOLLTE SICH BESSER BEEILEN!»

Trump: Alle Christen auf der Welt retten

Bereits am Vortag hatte der US-PrÀsident in einem weiteren Post auf Truth Social geschrieben, dass das Christentum in Nigeria einer existenziellen Bedrohung ausgesetzt sei. Er behauptete, dass Tausende Christen getötet worden seien. Man sei bereit, die gesamte Christenheit auf der Welt zu retten. Die USA stuften Nigeria als ein Land ein, in dem besonders schwere Verletzungen der Religionsfreiheit vorkÀmen (Country of Particular Concern). Auf dieser US-Liste stehen zum Beispiel auch China und Russland.

Nigerias PrÀsident verteidigt sich

Nigerias PrĂ€sident Tinubu wies das zurĂŒck. Nigeria als religiös intolerant zu charakterisieren, spiegele nicht die RealitĂ€t in dem Land wider und berĂŒcksichtige auch nicht die BemĂŒhungen der Regierung, die Religions- und Glaubensfreiheit aller Nigerianer zu schĂŒtzen.

Er schrieb weiter, die Regierung sei entschlossen, mit der US-Regierung und der internationalen Gemeinschaft zu kooperieren, um das VerstÀndnis und die Zusammenarbeit beim Schutz von Glaubensgemeinschaften zu vertiefen.

@ dpa.de