USA, EU

Laschet begrĂŒĂŸt EU-ErklĂ€rung zu Venezuela

05.01.2026 - 13:36:39

Der Vorsitzende des AuswĂ€rtigen Ausschusses, Armin Laschet (CDU), hat die ErklĂ€rung der EU zur US-Intervention in Venezuela gelobt."Ich finde, die 26 Außenminister haben gestern sehr klug reagiert und angemahnt, was jetzt fĂŒr die Zukunft zu erfolgen hat", sagte Laschet am Montag im RBB-Inforadio.

"Man darf nicht vergessen, wir sind weiterhin engagiert in der Ukraine." Die Frage sei: "WĂ€re es klug, wenn sich die EuropĂ€er jetzt zu einer einseitigen Anklage gegen US-PrĂ€sident Donald Trump entschließen wĂŒrden?" Dann verlöre man sicher die Zustimmung fĂŒr weitere Schritte, so Laschet.

Der CDU-Politiker sagte weiter: "Außenpolitik ist kompliziert. Man muss den RealitĂ€ten in der Welt Rechnung tragen." Man mĂŒsse mit den USA auf diplomatischen Wegen im GesprĂ€ch bleiben und darauf drĂ€ngen, dass in Venezuela ein Prozess eingeleitet werde, der dem Willen des Volkes entspreche.

Der außenpolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Adis Ahmetovic, widersprach unterdessen dem Statement von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) zum US-Vorgehen in Venezuela. "Die rechtliche EinschĂ€tzung ist nach Auffassung der meisten Völkerrechtler eindeutig: Der US-Angriff auf Venezuela ist ein klarer Völkerrechtsbruch", sagte Ahmetovic dem Nachrichtenportal T-Online. "Es gab kein UN-Mandat oder Beschluss des US-Kongresses." Trump beschĂ€dige damit die internationale Ordnung und setze eine gefĂ€hrliche Spirale in Gang.

Kanzler Merz hatte den US-MilitĂ€rschlag auf das sĂŒdamerikanische Land und die Gefangennahme von Staatschef NicolĂĄs Maduro als rechtlich "komplex" bezeichnet. FĂŒr eine genaue Einordnung nehme man sich Zeit.

Die SPD setzt sich damit klar ab von der Rhetorik des Koalitionspartners. Ahmetovic verwies in dem Zusammenhang auch auf die Stellungnahme von Vizekanzler Lars Klingbeil (SPD), der den US-Angriff als Missachtung internationalen Rechts bezeichnet hatte. Damit habe Klingbeil, so Ahmetovic, "die deutsche Position zum Ausdruck gebracht, die sich auch in der ErklÀrung der 26 EU-Staaten wiederfindet".

Zugleich Ă€ußerte der SPD-Abgeordnete VerstĂ€ndnis fĂŒr die ZurĂŒckhaltung von Merz. "Als außenpolitischer Sprecher meiner Fraktion kann ich offener Kritik Ă€ußern als der deutsche Bundeskanzler. Ich muss auch nicht jeden Tag mit Trump ĂŒber das Ende des Ukraine-Kriegs verhandeln." In der "Gesamtbewertung" des US-Vorgehens in Venezuela passe jedoch kein Blatt zwischen CDU-Kanzler und SPD-Vizekanzler: "Angriffe auf die regelbasierte Ordnung sind nicht hinzunehmen. Egal, von welchem Staat sie ausgehen." @ dts-nachrichtenagentur.de

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