Wirtschafts-NobelpreistrÀger Stiglitz warnt vor USA unter Trump
04.11.2024 - 05:00:00Diese Politik werde dazu fĂŒhren, dass in den USA die Preise steigen, sich das Defizit erhöhe und die Ungleichheit wachse. "Den USA droht unter Trump die schlimmste aller Welten, denn die Effekte verstĂ€rken sich gegenseitig", sagte der Ăkonom. Die Agenda der demokratischen PrĂ€sidentschaftskandidatin Kamala Harris hingegen wĂŒrde die Wirtschaftskraft und den Wohlstand der USA steigern, erklĂ€rte Stiglitz. "Harris steht fĂŒr eine Politik, die die Mittelschicht stĂ€rkt, den Wettbewerb fördert und das Unternehmertum unterstĂŒtzt." "Wenn ich auf die letzten Jahrzehnte zurĂŒckblicke, ist Biden fĂŒr mich der PrĂ€sident, der wirtschaftlich am erfolgreichsten war", sagte Stiglitz, der wĂ€hrend der Amtszeit des frĂŒheren PrĂ€sidenten Bill Clinton dessen Wirtschaftsberater war. Die Inflation sei unter Biden deutlich zurĂŒckgegangen und die Arbeitslosigkeit seit seinem Amtsantritt gesunken. Die BeschĂ€ftigung habe sich positiv entwickelt, die Neueinstellungen seien angestiegen und es gebe ein deutliches Lohnwachstum. Dass es Umfragen gebe, in denen eine Mehrheit der Befragten Trump eine höhere Wirtschaftskompetenz als Biden und Harris zuspricht, erklĂ€rte Stiglitz auch damit, dass viele WĂ€hler versuchten, ihre PrĂ€ferenz fĂŒr Trump zu rationalisieren. "Menschen, die Trump aus identitĂ€ren GrĂŒnden unterstĂŒtzen, also im Zusammenhang mit rassistischen oder sexistischen Vorurteilen, wĂŒrden das natĂŒrlich nie offen zugeben", sagte Stiglitz. Daher gĂ€ben sie an, dass Trump besser fĂŒr die Wirtschaft sei. Viele US-Amerikaner hĂ€tten zudem das Chaos der ersten Trump-PrĂ€sidentschaft bereits wieder vergessen. "Das WĂ€hlergedĂ€chtnis ist kurz", sagte der Ăkonom. "Trumps Bilanz war nicht gerade eindrucksvoll." Das Wachstum, das es unter Trump gegeben habe, sei lediglich eine Fortsetzung der Erholung gewesen, die unter Obama begonnen habe.


