WirtschaftsverbÀnde warnen vor Scheitern des EU-US-Datenabkommens
06.04.2026 - 11:26:07 | dts-nachrichtenagentur.de"Ein verlĂ€sslicher und rechtssicherer transatlantischer Datenverkehr ist fĂŒr die deutsche Industrie unerlĂ€sslich", sagte Holger Lösch, stellvertretender HauptgeschĂ€ftsfĂŒhrer des Bundesverbands der Deutschen Industrie (BDI), dem "Handelsblatt" (Dienstagsausgabe). Ein Scheitern hĂ€tte fĂŒr Firmen und Behörden "verheerende Folgen" und wĂŒrde "zu groĂem Zusatzaufwand und Rechtsunsicherheit fĂŒhren".
Auch die Deutsche Industrie- und Handelskammer (DIHK) erwartet dann "gravierende" Konsequenzen. "Unternehmen aller GröĂen - von Konzernen bis Start-ups - in der EU sowie teilweise in den USA stĂŒnden vor Rechtsunsicherheiten und teilweise Haftungsrisiken", sagte DIHK-Chefjustiziar Stephan Wernicke. Der transatlantische Datentransfer sei fĂŒr die europĂ€ische Wirtschaft "unverzichtbar".
Die AbhĂ€ngigkeit von US-Anbietern macht die Lage besonders heikel. "Fast 90 Prozent aller Unternehmen in Deutschland kaufen IT-Dienstleistungen aus dem Ausland ein, ĂŒberwiegend aus den Vereinigten Staaten", sagte der PrĂ€sident des AuĂenhandelsverbands BGA, Dirk Jandura, dem "Handelsblatt". "Wir sind also an dieser Stelle definitiv verwundbar." Er forderte eine Diversifizierung der AbhĂ€ngigkeiten, rĂ€umte aber ein, dass die KapazitĂ€ten europĂ€ischer Alternativen "auf kurze Sicht" noch nicht ausreichten. Lösch und Wernicke raten Unternehmen zur Vorsorge durch EU-Standardvertragsklauseln. Deren Nutzung sei jedoch mit "erheblichem" bĂŒrokratischen Aufwand verbunden, sagte Wernicke.
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