Steinmeier in der Mongolei: JĂŒngere Generationen gewinnen
08.02.2024 - 06:26:04 | dpa.de
BundesprĂ€sident Frank-Walter Steinmeier hofft darauf, dass vor allem jĂŒngere Menschen die Zusammenarbeit zwischen Deutschland und der Mongolei mit Leben fĂŒllen. «Wir wollen vor allem die jĂŒngeren Generationen gewinnen, in diese deutsch-mongolischen Beziehungen zu investieren», sagte er in Ulan Bator.
Junge Menschen in der Mongolei hÀtten Interesse an Energieerzeugung, Energiewende, nachhaltiger Landwirtschaft und Tourismus. Und sie profitierten auch davon, wenn der wirtschaftliche Austausch zwischen beiden LÀndern verstÀrkt werde.
Gestern hatten Deutschland und die Mongolei eine strategische Partnerschaft besiegelt. Damit werden die schon lange bestehenden Beziehungen auf eine neue Stufe gehoben, die viele gemeinsame Projekte beinhalten soll. Dies ist im Interesse beider LĂ€nder:
Die Mongolei, eine parlamentarische Demokratie, ist geografisch eingeschlossen zwischen den beiden autoritÀr regierten Nachbarn Russland und China. Das Land versucht, seine internationalen Beziehungen breiter aufzustellen - politisch und wirtschaftlich. Auch Deutschland hat das Ziel, sich infolge seiner Abkehr von Russland und einer Neubewertung der Rolle Chinas neu zu positionieren.
12 Jahre lang Deutschunterricht
Die Mongolei ist mit einer FlĂ€che von 1,5 Millionen Quadratkilometern etwa viermal so groĂ wie Deutschland, hat aber nur 3,3 Millionen Einwohner. Etwa einer von hundert Mongolen spricht die deutsche Sprache - auch deshalb, weil viele Mongolen in der DDR studierten oder arbeiteten. Aktuell lernen rund 8800 SchĂŒler Deutsch.
In der Alexander-von-Humboldt-Schule in Ulan Bator konnten Steinmeier und seine Frau Elke BĂŒdenbender einen Eindruck davon bekommen. Etwa 16 Jahre alte SchĂŒlerinnen und SchĂŒler prĂ€sentierten ihnen dort in flieĂendem Deutsch, was sie auf ihrer Reise im Januar in Deutschland erlebt haben. «Wir haben schwimmen gelernt, weil wir nicht gut schwimmen können. Aber wir können sehr gut reiten», erklĂ€rte ein junger Mann. Eine SchĂŒlerin erzĂ€hlte von Kostproben im Schokoladenmuseum. «Meine GĂŒte, war das lecker.»
Die 16-JĂ€hrigen machen im nĂ€chsten Jahr ihren Schulabschluss. Manche von ihnen werden dann 12 Jahre lang Deutschunterricht gehabt haben. Die SchĂŒler erzĂ€hlten Steinmeier von ihren TrĂ€umen, in Deutschland studieren zu können oder sich dort ausbilden zu lassen. Aber eine junge Frau sagte: «Uns fehlen die nötigen Kontakte.» Steinmeier nahm diesen Hinweis auf: «DarĂŒber mĂŒssen wir nachdenken.»
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