US-MilitÀr tötet ranghohes IS-Mitglied in Syrien
26.07.2025 - 11:30:57Das US-MilitĂ€r hat in Syrien nach eigenen Angaben einen ranghohen AnfĂŒhrer der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) getötet. Neben Dhija Sauba Musli al-Hardani seien im Raum Aleppo auch seine zwei Söhne getötet worden, die ebenfalls dem IS angehörten, teilte das US-Zentralkommando mit. Sie hĂ€tten eine Bedrohung dargestellt fĂŒr US-Truppen und VerbĂŒndete sowie fĂŒr die neue syrische Regierung von PrĂ€sident Ahmed al-Scharaa.
In Syrien sind rund 2.000 US-Soldaten stationiert, die vor allem das Ziel haben, den IS zu bekĂ€mpfen. Immer wieder flog das US-MilitĂ€r dort in vergangenen Jahren Luftangriffe oder tötet bei EinsĂ€tzen am Boden ranghohe IS-Mitglieder.Â
Der IS beherrschte einst groĂe Gebiete in Syrien und im benachbarten Irak. Obwohl er als militĂ€risch besiegt gilt, sind in beiden LĂ€ndern schĂ€tzungsweise noch 2.500 IS-KĂ€mpfer aktiv. Sie halten sich vor allem in karg besiedelten Gebieten auf und nutzen in Syrien auch die weiterhin unsichere und teils chaotische Lage seit dem Sturz von Machthaber Baschar al-Assad.Â
Absprache mit neuer Regierung in Damaskus?
Es gab widersprĂŒchliche Berichte darĂŒber, inwieweit das US-MilitĂ€r den Einsatz mit der neuen Regierung in Damaskus koordinierte. Diese beherrscht die Stadt Al-Bab im Raum Aleppo, wo der Einsatz stattfand.Â
Der Irak unterstĂŒtzte den Einsatz mit Geheimdienst-Informationen, wie die dortige Behörde fĂŒr TerrorismusbekĂ€mpfung in Bagdad mitteilte. Bei dem Einsatz seien «einer der gefĂ€hrlichsten AnfĂŒhrer der terroristischen IS-Banden und zwei seiner Begleiter» getötet worden.
Der IS verfolgt eine extremistische Ideologie und lehnt die neue Regierung in Damaskus ab â auch wegen dessen AnnĂ€herung an die TĂŒrkei und den Westen. Die Versprechen al-Scharaas, demokratische Strukturen aufzubauen, bedeutet nach Ansicht des IS eine Abkehr vom Prinzip islamischer Gesetzgebung (Scharia) und einen Abfall vom Glauben.


