US-Handelsminister berichtet von Treffen mit Epstein
11.02.2026 - 04:38:53US-Handelsminister Howard Lutnick hat bei der Aufarbeitung des Falls um SexualstraftĂ€ter Jeffrey Epstein vor dem Kongress mehrere Treffen mit dem Finanzier offengelegt. Vor einem Ausschuss im Senat im US-Parlament rĂ€umte er einige E-Mails sowie Treffen ein, darunter einen Besuch mit seiner Familie auf der Privatinsel Epsteins im Jahr 2012. Dort habe man mit Epstein zu Mittag gegessen. Damit widersprach Lutnick indirekt frĂŒheren Angaben.Â
Vergangenes Jahr hatte er in einem Podcast ĂŒber Epstein gesagt, er habe schon 2005 entschieden, mit dieser «widerlichen Person» nie wieder in einem Raum sein zu wollen. Der nun eingerĂ€umte Besuch auf der Insel Epsteins fand den aktuellen Angaben nach aber 2012 statt, und somit auch mehrere Jahre nach Epsteins Verurteilung im Jahr 2008.Â
Lutnick sagte im Senat, er habe kaum etwas mit Epstein zu tun gehabt. Der Minister war frĂŒher in New York Epsteins Nachbar. Eine Frage dreht sich auch um einen Hinweis darauf, dass Epstein das KindermĂ€dchen Lutnicks kennenlernen wollte. Er habe keine Ahnung, worum es dabei ging, sagte Lutnick. «Das hatte nichts mit mir zu tun. Soweit ich weiĂ.»
RĂŒcktritt Lutnicks gefordert
Lutnick sieht sich wegen seines Kontakts zu Epstein mit RĂŒcktrittsforderungen konfrontiert. Der Handelsminister von US-PrĂ€sident Donald Trump kommt mehrmals in den umfassenden Akten zum Fall Epstein vor. Trump stĂ€rkte seinem Minister am Dienstag (Ortszeit) den RĂŒcken. Regierungssprecherin Karoline Leavitt sagte auf Nachfrage von Journalisten, der Handelsminister sei ein sehr wichtiges Mitglied von Trumps Team. Vom PrĂ€sidenten gebe es volle UnterstĂŒtzung fĂŒr ihn.
Viele Prominente in Ermittlungsakten
Der US-MultimillionĂ€r Epstein hatte ĂŒber Jahre aus New York einen Missbrauchsring betrieben, dem viele junge Frauen und auch MinderjĂ€hrige zum Opfer fielen. Der verurteilte SexualstraftĂ€ter starb 2019 im Alter von 66 Jahren in der Haft, bevor es zu einer möglichen weiteren Verurteilung hĂ€tte kommen können. Zahlreiche Prominente und Politiker kommen in den veröffentlichten Ermittlungsakten vor. Eine Nennung an sich heiĂt per se aber zunĂ€chst nichts.


