BBC, Großbritannien

BBC entschuldigt sich bei Trump wegen TV-Sendung

13.11.2025 - 22:52:34

Die BBC sieht sich einer möglichen Klage des US-PrÀsidenten ausgesetzt, die die Rundfunkanstalt teuer zu stehen kommen könnte. Jetzt gibt es eine Entschuldigung.

Die BBC bittet US-PrĂ€sident Donald Trump nach seiner Androhung einer Milliardenklage wegen einer TV-Sendung um Entschuldigung. Der britische Sender machte auf seiner Webseite außerdem bekannt, die Sendung nicht erneut auszustrahlen. Man beabsichtige jedoch nicht, eine EntschĂ€digung zu zahlen. 

Was Trump von der BBC fordert

Das Anwaltsteam von Trump hatte der BBC in einem Brief gedroht, eine Klage einzureichen, sollte sich der Sender nicht entschuldigen, die Sendung zurĂŒckziehen und eine EntschĂ€digung zahlen. Die AnwĂ€lte setzten eine Frist bis Freitagabend 23.00 Uhr (MEZ/17.00 Uhr Washington-Zeit) und drohten mit einer Klagesumme von mindestens einer Milliarde US-Dollar (umgerechnet etwa mehr als 860 Millionen Euro).

Die BBC berichtete weiter, man beabsichtige nicht, eine EntschĂ€digung zu zahlen. Man sehe keine Grundlage fĂŒr eine Verleumdungsklage. Es ist unklar, ob es zur Klage kommen wird.

Darum geht es bei dem Streit

Der Streit dreht sich um die Bearbeitung einer Rede von Trump vom 6. Januar 2021 durch den Sender fĂŒr die BBC-Sendung «Panorama». Sie wurde kurz vor der US-PrĂ€sidentschaftswahl 2024 ausgestrahlt. Im Januar 2021 kam es zum Sturm auf das Kapitol als Sitz des US-Parlaments in Washington. Damals hatten Trump-AnhĂ€nger versucht zu verhindern, dass dort der Wahlsieg von Demokrat Joe Biden offiziell bestĂ€tigt wird. Trump hatte an dem Tag auch eine Rede gehalten.

BBC rÀumt Fehler ein

Die BBC rĂ€umte Fehler ein. Unbeabsichtigt sei der Eindruck erweckt worden, man wĂŒrde einen zusammenhĂ€ngenden Abschnitt der Rede Trumps zeigen, obwohl es Ausschnitte aus verschiedenen Stellen waren. Dies habe den Eindruck erweckt, dass er direkt zu gewalttĂ€tigen Aktionen aufgerufen habe, hieß es auf der BBC-Webseite weiter.

Der Fall fĂŒhrte bereits zu RĂŒcktritten: Senderchef Tim Davie und die fĂŒr die Nachrichten verantwortliche Journalistin Deborah Turness gaben ihre Posten ab.

@ dpa.de