US-Finanzministerin beendet Peking-Reise mit positivem Fazit
09.07.2023 - 05:43:06Laut US-Finanzministerin Janet Yellen hat ihre viertÀgige Peking-Reise die bilateralen Beziehungen zwischen den zwei WeltmÀchten auf eine «sichere Grundlage» gehoben.
Wie Yellen heute bei einer Abschlusspressekonferenz in der chinesischen Hauptstadt sagte, gĂ€be es zwischen den zwei Staaten zwar «erhebliche Meinungsverschiedenheiten». Dennoch hĂ€tten beide Nationen die Pflicht, ihre Beziehungen verantwortungsvoll zu gestalten. «Wir glauben, dass die Welt groĂ genug ist, damit unsere beiden LĂ€nder florieren können», sagte Yellen.Â
Insgesamt hatte die 76-JĂ€hrige in den letzten Tagen ĂŒber zehn Stunden an bilateralen GesprĂ€chen mit chinesischen Regierungsvertretern verbracht, darunter mit Premier Li Qiang. Allein ihr Treffen mit Finanzminister He Lifeng am Samstag dauerte laut Medienberichten ĂŒber fĂŒnf Stunden an, gefolgt von einem zweistĂŒndigen Abendessen.Â
Keine substanziellen DurchbrĂŒche
Wie zu erwarten war, hat Yellens Besuch zwar keine substanziellen DurchbrĂŒche erzielen können. Die Rhetorik und Symbolik wĂ€hrend der Reise fiel jedoch vergleichsweise positiv und herzlich aus.Â
Die chinesische Seite hatte die GesprĂ€che zwischen Yellen und ihrem Amtskollegen He Lifeng in einer ersten Aussendung der staatlichen Nachrichtenagentur Xinhua als konstruktiv, intensiv und offen bezeichnet. Gleichzeitig brachte die chinesische Seite auch ihre «Besorgnis ĂŒber die von den Vereinigten Staaten gegen China verhĂ€ngten Sanktionen» zum Ausdruck.Â
Die Beziehungen zwischen den zwei WeltmĂ€chten befinden sich derzeit auf einem Tiefstand. Belastet wird das VerhĂ€ltnis vom harten Kurs von US-PrĂ€sident Joe Biden gegenĂŒber China, dem anhaltenden Handelskrieg sowie Chinas RĂŒckendeckung fĂŒr Russlands PrĂ€sidenten Wladimir Putin und dessen Angriffskrieg gegen die Ukraine. Auch Chinas TerritorialansprĂŒche im SĂŒd- und Ostchinesischen Meer sowie Drohungen Pekings gegenĂŒber der demokratischen Inselrepublik Taiwan spielen eine Rolle.


