Deutschland, MilitÀreinsatz

Deutschland will sich nicht auf MilitÀreinsatz festlegen

04.09.2025 - 16:04:43

Die Bundesregierung will die UnterstĂŒtzung der ukrainischen Armee weiter ausbauen. Die Diskussion ĂŒber einen MilitĂ€reinsatz in der Ukraine nach einem Waffenstillstand hĂ€lt sie fĂŒr verfrĂŒht.

Deutschland will sich noch nicht auf eine Beteiligung an einem möglichen MilitĂ€reinsatz in der Ukraine nach einer Verhandlungslösung zur Beendigung des Krieges festlegen. Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) betonte nach Angaben seines Regierungssprechers Stefan Kornelius bei Beratungen der Ukraine-VerbĂŒndeten, dass zunĂ€chst die Finanzierung, Bewaffnung und Ausbildung der ukrainischen StreitkrĂ€fte im Mittelpunkt stehen mĂŒssen. Deutschland sei dabei inzwischen wichtigster Partner Kiews und auch bereit, diese Hilfe auszubauen. 

Über ein militĂ€risches Engagement werde Deutschland «zu gegebener Zeit entscheiden, wenn die Rahmenbedingungen geklĂ€rt» seien, hieß es weiter. Dies betreffe unter anderem «Art und Umfang eines Engagements der USA sowie das Ergebnis eines Verhandlungsprozesses». Kornelius verwies auch erneut darauf, dass bei einem Bundeswehreinsatz der Bundestag das letzte Wort habe. 

Merz fĂŒr weitere BemĂŒhungen um ukrainisch-russischen Gipfel

Merz sprach sich dafĂŒr aus, weiter auf einen Gipfel mit dem russischen PrĂ€sidenten Wladimir Putin und dem ukrainischen PrĂ€sidenten Wolodymyr Selenskyj hinzuarbeiten, bei dem ein Waffenstillstand vereinbart werden mĂŒsse. Spiele die russische Seite weiter auf Zeit, werde Europa den Sanktionsdruck erhöhen, um so die Chancen auf eine diplomatische Lösung zu erhöhen.

An den Beratungen, die teils in PrÀsenz in Paris und teils per Video stattfand, nahmen 35 Staats- und Regierungschefs der sogenannten «Koalition der Willigen» teil. Auch der ukrainische PrÀsident Selenskyj war dabei. 

EinstĂŒndiges telefonat mit Trump

Die europĂ€ischen Partner berichteten anschließend US-PrĂ€sident Donald Trump in einem Telefonat ĂŒber die Ergebnisse. Sie hĂ€tten dabei ihre Hoffnung zum Ausdruck gebracht, dass sich die Vereinigten Staaten weiter substanziell «in die gemeinsamen Anstrengungen zur UnterstĂŒtzung der Ukraine, zur Formulierung von Sicherheitsgarantien und zur Gestaltung eines zielfĂŒhrenden diplomatischen Prozesses» einbringen, erklĂ€rte Kornelius.

@ dpa.de