Breuer, US-Raketenstationierung

Breuer verteidigt US-Raketenstationierung gegen Kritik

22.07.2024 - 05:00:00 | dts-nachrichtenagentur.de

Die Bundeswehr hĂ€lt die Verlegung von US-Tomahawk-Raketen nach Deutschland fĂŒr notwendig und verteidigt diese gegen Kritik.

Carsten Breuer (Archiv) - Foto: ĂŒber dts Nachrichtenagentur
"Die Stationierung weitreichender PrĂ€zisionswaffen ab 2026 ist kein aggressiver Akt unsererseits, sondern eine Reaktion darauf, dass Russland in Kaliningrad schon vor Jahren Iskander-Raketen aufgestellt hat, die mit ihrer Reichweite Deutschland direkt bedrohen", sagte Carsten Breuer, der Generalinspekteur der Bundeswehr, dem "Tagesspiegel" (Montagsausgabe). "Wir mussten ausgleichend reagieren, um das strategische Patt wiederherzustellen." Die Stationierung sei "Teil einer klugen Abschreckung". SPD-Fraktionschef Rolf MĂŒtzenich hatte am Wochenende gegenĂŒber der Funke-Mediengruppe die Gefahr einer militĂ€rischen Eskalation als "betrĂ€chtlich" bezeichnet und sein UnverstĂ€ndnis darĂŒber geĂ€ußert, "warum allein Deutschland derartige Systeme stationieren will".

Zudem verfĂŒge die Nato bereits ĂŒber "eine umfassende, abgestufte AbschreckungsfĂ€higkeit". Breuer zufolge werde "Europa auch in diesem Bereich durch eine RĂŒstungskooperation mit Polen, Italien und Frankreich unabhĂ€ngiger werden - bis es so weit ist, schließen die Amerikaner mit ihren Tomahawk-Raketen diese FĂ€higkeitslĂŒcke fĂŒr uns". Einen schnellen Abzug des US-MilitĂ€rs aus Europa im Falle eines Wahlsieges des republikanischen PrĂ€sidentschaftskandidaten Donald Trump erwartet Deutschlands ranghöchster Soldat wegen der zuletzt deutlich gestiegenen MilitĂ€rausgaben in der EU nicht. "Das mĂŒsste auch fĂŒr Trump ein guter `Deal` sein", so Breuer: "Ich bin optimistischer als andere, dass mit etwas Abstand vom Wahlkampf auch fĂŒr ihn der große Mehrwert der Allianz gerade in der heutigen Zeit deutlicher wird." Mit dem US-MilitĂ€r existiere eine derart enge "Verbundenheit, die eher eine Verwobenheit ist", dass es selbst bei einer politischen Entscheidung in diese Richtung lĂ€ngere Zeit brauchen werde, diese zu vollziehen: "Sie aufzulösen, wenn man das denn wirklich wollte, ist nichts, was Knall auf Fall umgesetzt werden könnte." Er, so Breuer weiter, "sehe dafĂŒr keine Anzeichen, sondern erfahre in der Zusammenarbeit eher das Gegenteil".

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