Island, DĂ€nemark

Bundeswehr-Soldaten kehren von Grönland-Mission zurĂŒck

18.01.2026 - 18:51:07

Die Bundeswehr hat ihre Erkundungsmission in Grönland abgeschlossen und die beteiligten Soldaten sind auf dem RĂŒckweg nach Deutschland - und zwar zunĂ€chst mit Linienmaschinen von Icelandair.

Am Nachmittag hatten sie einen Zwischenstopp auf dem Flughafen Keflavik bei Reykjavik auf Island, wo sie eine Anschluss-Maschine nach Kopenhagen bestiegen. Nach Angaben eines dts-Reporters mussten die Bundeswehr-Soldaten auf Island noch einmal, so wie alle Passagiere aus Grönland, durch die normale Sicherheitskontrolle.

Das Operative FĂŒhrungskommando der Bundeswehr sprach am Sonntag von einer "positiven und konstruktiven" Zusammenarbeit. Der Einsatz sei planmĂ€ĂŸig beendet worden, und die Erkundungsergebnisse wĂŒrden in den kommenden Tagen ausgewertet, hieß es weiter. Die 15 Soldaten fliegen ĂŒber Reykjavik und Kopenhagen zurĂŒck.

US-PrĂ€sident Donald Trump hatte zuvor Sonderzölle gegen acht europĂ€ische LĂ€nder angekĂŒndigt, die an der Mission beteiligt waren. Er kritisierte die Entsendung der Soldaten als "sehr gefĂ€hrliche Situation" und pochte darauf, dass Grönland den USA einverleibt werden solle, vorgeblich um Sicherheitsbedenken wegen China und Russland zu adressieren. Die europĂ€ischen Nato-VerbĂŒndeten, darunter Deutschland, lehnten diese Forderung ab und sagten, dass die Nato die Sicherheit in der Arktis gewĂ€hrleisten könne.

Finanzminister Lars Klingbeil (SPD) Ă€ußerte sich angesichts der US-Zolldrohungen entschlossen und sagte, dass sich Europa nicht erpressen lassen dĂŒrfe. Auch Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) forderte eine europĂ€ische Antwort auf die angekĂŒndigten Zölle und bezweifelte die anstehende Ratifizierung des EU-US-Zolldeals im EU-Parlament. Die europĂ€ischen Staaten wollen nach eigenen Worten geschlossen auf die Drohungen reagieren und ihre SouverĂ€nitĂ€t wahren.

@ dts-nachrichtenagentur.de