Maschinenbauer, US-Zusatzzölle

Deutsche Maschinenbauer beklagen neue US-Zusatzzölle

26.08.2025 - 19:28:49

Die deutschen Maschinen- und Anlagenbauer haben neue Zusatzzölle auf Importe in die USA kritisiert.

Trotz Abkommen mit der EU erhebe die US-Regierung nun zusĂ€tzliche Zölle auf Industrieprodukte. "FĂŒr viele der betroffenen Unternehmen bedeutet das: Ihr US-GeschĂ€ft steht vor dem Aus", sagte Oliver Richtberg vom Branchenverband VDMA dem "Handelsblatt" (Mittwochausgabe). Die US-Regierung dehnt ihre Stahl- und Aluminiumzölle von 50 Prozent Schritt fĂŒr Schritt auf weitere Industriebereiche aus.

Seit dem 15. August sind 407 zusĂ€tzliche Produkte betroffen. Damit liegen die Abgaben fĂŒr viele Waren faktisch weit ĂŒber der mit der EU vereinbarten 15-Prozent-Obergrenze. So werden etwa bei MotorrĂ€dern aus der EU kĂŒnftig rund 30 Prozent fĂ€llig, weil auf den Pauschalzoll von 15 Prozent weitere 50 Prozent auf enthaltene Stahlteile aufgeschlagen werden. "Der Zolldeal hat seinen Wert fĂŒr den Maschinen- und Anlagenbau bereits verloren. Die pauschale 15-Prozent-Regelung wird durch die Zölle auf Stahl- und Aluminiumprodukte faktisch ausgehebelt", so Richtberg. Der Verband schĂ€tzt, dass bereits 30 Prozent der EU-Maschinenexporte in die USA von den Zusatzzöllen betroffen sind, insbesondere Produkte wie Motoren, Pumpen, Industrieroboter oder Land- und Baumaschinen. GefĂ€hrlich sei fĂŒr die Branche zudem, dass die Liste der USA alle vier Monate erweitert werde. "Das ist kein Deal, sondern ein Damoklesschwert fĂŒr die Maschinenbaubranche", sagte Richtberg. "Die erhoffte Sicherheit fĂŒr Unternehmen des Maschinen- und Anlagenbaus ist damit faktisch aufgehoben", sagte Richtberg.

@ dts-nachrichtenagentur.de