US-Richterin, Trumps

US-Richterin bremst Trumps Harvard-PlÀne aus

23.05.2025 - 19:13:33

Die Elite-Uni Harvard ohne internationale Studierende - das will US-PrÀsident Trump. Die UniversitÀt wehrt sich juristisch dagegen - und kann aufatmen. Allerdings nur vorerst.

  • Harvard geht juristisch gegen Trumps Regierung vor - und hat vorerst Erfolg. (Archivbild) - Foto: --/XinHua/dpa

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  • Die Elite-UniversitĂ€t liegt mit der US-Regierung im Clinch. (Archivbild) - Foto: Charles Krupa/AP/dpa

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Harvard geht juristisch gegen Trumps Regierung vor - und hat vorerst Erfolg. (Archivbild) - Foto: --/XinHua/dpaDie Elite-UniversitÀt liegt mit der US-Regierung im Clinch. (Archivbild) - Foto: Charles Krupa/AP/dpa

Erfolg fĂŒr Harvard vor Gericht: Eine Richterin hat der EliteuniversitĂ€t recht gegeben und das Vorhaben der US-Regierung, auslĂ€ndische Studierende auszuschließen, vorerst gestoppt. Harvard hatte nur Stunden vorher Klage eingereicht. Richterin Allison D. Burroughs kam zu dem Schluss, dass die EliteuniversitĂ€t nachgewiesen habe, dass die Anordnung der Regierung einen «unmittelbaren und irreparablen Schaden» fĂŒr Harvard bedeute. 

Harvard ist Trump ein Dorn im Auge

Die Entscheidung der Richterin dĂŒrfte nur der erste Schritt in einem langen Rechtsstreit sein. Es handelt sich hierbei nicht um ein finales Urteil. Harvard soll nach dem Willen der Regierung von US-PrĂ€sident Donald Trump kĂŒnftig im Rahmen eines speziellen Bundesprogramms keine neuen Studierenden aus dem Ausland mehr aufnehmen dĂŒrfen. Bereits eingeschriebene AuslĂ€nder mĂŒssten an andere Hochschulen wechseln – sonst verlören sie ihren Aufenthaltsstatus in den USA. 

Die Trump-Regierung begrĂŒndet ihr Vorgehen mit propalĂ€stinensischen Protesten an US-UniversitĂ€ten. Hochschulen wie Harvard wird vorgeworfen, nicht entschieden genug dagegen vorzugehen und antisemitische VorfĂ€lle auf dem Campus zu dulden. Harvard wirft Trumps Regierung hingegen vor, die Hochschule mit einer rechtswidrigen Vergeltungsmaßnahme unter Druck setzen zu wollen. 

Auch Deutsche studieren in Harvard

«Mit einem Federstrich versucht die Regierung, ein Viertel der Studierendenschaft von Harvard auszuschließen – internationale Studierende, die erheblich zur UniversitĂ€t und ihrem Auftrag beitragen», heißt es in der Klageschrift der UniversitĂ€t. Die mehr als 7.000 Betroffenen – und ihre Angehörigen – seien zu Spielfiguren in der eskalierenden Vergeltungskampagne der Regierung geworden. 

Die von der Richterin verhĂ€ngte vorlĂ€ufige einstweilige VerfĂŒgung hindert die Regierung nun daran, der UniversitĂ€t zu verbieten, weiterhin ĂŒber ein spezielles Bundesprogramm Studierende aus dem Ausland aufzunehmen. 

Dem AuswĂ€rtigen Amt zufolge ist in Harvard eine dreistellige Anzahl Deutscher eingeschrieben. Eine genauere Zahl nannte ein Sprecher nicht. Das AuswĂ€rtige Amt kĂŒndigte GesprĂ€che mit den USA darĂŒber an, welche Auswirkungen die angestrebte Abweisung von AuslĂ€ndern an der UniversitĂ€t auf deutsche Studierende haben werde.

@ dpa.de