EU-Kommission verteidigt Verfahren gegen US-Tech-Konzerne
11.04.2025 - 06:00:00Der Wirtschaftsberater von US-PrĂ€sident Donald Trump, Peter Navarro, hatte die Tech-Regulierung der EU zuletzt sinngemÀà als "lawfare" eingestuft. Das Kunstwort steht im Englischen fĂŒr eine Art KriegfĂŒhrung mit den Mitteln des Rechts. Virkkunen widersprach dieser Darstellung. "Wir haben bestimmte Vorschriften in der EU", sagte sie. "Das sind keine Handelshemmnisse." Es seien dieselben Regeln fĂŒr Firmen aus Europa, den USA oder China. Man habe nie einzelne Konzerne im Visier, wobei jedoch gelte: je gröĂer eine Firma, desto höher die Anforderungen. Nachdem Trump die "reziproken" Zölle gegen zahlreiche Handelspartner vorerst fĂŒr 90 Tage ausgesetzt hatte, zeigte sich Virkkunen erleichtert. Sie begrĂŒĂe die Entscheidung des US-PrĂ€sidenten; jetzt sei es wichtig, ein gutes Verhandlungsergebnis zu erzielen. Um Raum dafĂŒr zu schaffen, hat die EU ihre Vergeltung fĂŒr die auf Stahl- und Aluminiumimporte in die USA erhobenen Sektorzölle in Höhe von 25 Prozent ebenfalls um 90 Tage verschoben. Virkkunen stellte dennoch klar, dass Europa nicht zögern werde, wenn nötig seinerseits zu reagieren - auch im Bereich digitaler Dienstleistungen. "Darauf haben wir uns vorbereitet. Wir mĂŒssen bereit sein, unsere Industrien und BĂŒrger zu schĂŒtzen", so Virkkunen.


