Hamas, VorschlÀge

Hamas lehnt VorschlÀge der letzten Gaza-Verhandlungsrunde ab

18.08.2024 - 21:22:18

Die GesprĂ€che ĂŒber eine Waffenruhe im Gaza-Krieg treten auf der Stelle. Die USA investieren viel in ihren erfolgreichen Abschluss. Israels Premier Netanjahu irritiert die Hamas mit Maximalforderungen.

  • Die Hamas wirft Israels MinisterprĂ€sidenten vor, die BemĂŒhungen der Vermittler zu torpedieren und den Krieg im Gazastreifen zu verlĂ€ngern. (Archivbild) - Foto: Abed Rahim Khatib/dpa

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  • US-Außenminister Blinken soll in den geplanten GesprĂ€chen mit Israels Premier Netanjahu unnachgiebige Positionen aufweichen. - Foto: Matt Mohatt/Pool Reuters/AP/dpa

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Die Hamas wirft Israels MinisterprĂ€sidenten vor, die BemĂŒhungen der Vermittler zu torpedieren und den Krieg im Gazastreifen zu verlĂ€ngern. (Archivbild) - Foto: Abed Rahim Khatib/dpaUS-Außenminister Blinken soll in den geplanten GesprĂ€chen mit Israels Premier Netanjahu unnachgiebige Positionen aufweichen. - Foto: Matt Mohatt/Pool Reuters/AP/dpa

Die Hamas im Gazastreifen lehnt die VorschlĂ€ge der letzten Runde der indirekten Verhandlungen mit Israel ĂŒber eine Waffenruhe im Gaza-Krieg ab. «Nachdem wir von den Vermittlern hörten, was bei der letzten GesprĂ€chsrunde in Doha erörtert wurde, sind wir ein weiteres Mal davon ĂŒberzeugt, dass (Israels MinisterprĂ€sident Benjamin) Netanjahu einer Einigung weiterhin Hindernisse in den Weg legt», heißt es in einer ErklĂ€rung der islamistischen Organisation. 

Es handelte sich um das erste Statement der Hamas seit der letzten GesprĂ€chsrunde, die am Donnerstag und Freitag in der katarischen Hauptstadt Doha stattfand. Die Hamas nahm daran nicht teil, weswegen sie sich von den Vermittlern ĂŒber die Ergebnisse informieren ließ. Israel und die Hamas haben bislang aber ohnehin nur indirekt verhandelt. 

Die Hamas erklĂ€rte weiter, Netanjahu wĂŒrde «neue Bedingungen und Forderungen stellen, um die BemĂŒhungen der Vermittler zu torpedieren und den Krieg zu verlĂ€ngern». Bei den GesprĂ€chen, die auch zur Freilassung von israelischen Geiseln in der Gewalt der Hamas fĂŒhren sollen, vermitteln Ägypten, Katar und die USA. 

Indirekte GesprÀche sollen weiterlaufen

Die neuen VorschlĂ€ge, so die Hamas, lĂ€gen mit den Bedingungen Netanjahus auf einer Linie und wichen von dem bereits im Mai von US-PrĂ€sident Joe Biden vorgelegten und von den Seiten akzeptierten Verhandlungsrahmen ab. Unter anderem werde die Hamas keine dauerhafte TruppenprĂ€senz Israels an strategischen Stellen des Gazastreifens akzeptieren, wie sie Netanjahu nunmehr beharrlich fordert. Dabei geht es vor allem um den sogenannten Philadelphi-Korridor, einen schmalen Gebietsstreifen, der im SĂŒden Gazas entlang der Grenze zu Ägypten verlĂ€uft. Israel vermutet, dass sich die Hamas ĂŒber diese Grenze mit Waffen versorgt hat. 

Die indirekten GesprĂ€che sollen auf verschiedenen Ebenen weiterlaufen und in der zweiten WochenhĂ€lfte in eine möglicherweise entscheidende Phase mĂŒnden. In Israel traf indes US-Außenminister Antony Blinken ein, um am Montag Netanjahu zu treffen. Der israelische Regierungschef signalisierte bislang kein Einlenken. 

Nach israelischen Medienberichten soll eine Sitzung Netanjahus mit seinen Verhandlern am Sonntagmorgen Ă€ußerst stĂŒrmisch verlaufen sein. Die UnterhĂ€ndler warnten eindringlich davor, dass ein Beharren auf dem Philadelphi-Korridor die angestrebte Vereinbarung zum Scheitern bringen wĂŒrde. Der Premier ließ am Abend ĂŒber sein BĂŒro mitteilen, dass er weiterhin darauf beharre, «dass wir im Phialdelphi-Korridor bleiben, um zu verhindern, dass sich terroristische Elemente wieder bewaffnen».

 

 

 

 

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