Israelis, Freilassung

Tausende Israelis demonstrieren fĂŒr Freilassung der Geiseln

19.07.2025 - 22:13:03 | dpa.de

Die GesprĂ€che ĂŒber eine Waffenruhe in Gaza ziehen sich in die LĂ€nge. Das Leiden der Geiseln in den Tunneln der Hamas hĂ€lt an. Eine ehemals EntfĂŒhrte spricht von der Angst, die immer noch in ihr ist.

Tausende Israelis demonstrierten in Tel Aviv und anderen StĂ€dten fĂŒr die Freilassung der Geiseln im Gazastreifen.  - Foto: Maya Alleruzzo/AP/dpa
Tausende Israelis demonstrierten in Tel Aviv und anderen StĂ€dten fĂŒr die Freilassung der Geiseln im Gazastreifen. - Foto: Maya Alleruzzo/AP/dpa

Tausende Menschen haben in Tel Aviv und anderen israelischen StĂ€dten fĂŒr die Freilassung aller Geiseln demonstriert, die noch im Gazastreifen von der islamistischen Hamas festgehalten werden. «Vor sechs Monaten sah ich die Sonne wieder nach 471 Tagen in den Tunneln der Hamas und ich nahm einen ersten Atemzug, der nicht nur aus Angst bestand», sagte die ehemalige Geisel Doron Steinbrecher als Rednerin auf der zentralen Kundgebung in Tel Aviv einem Bericht der Zeitung «Times of Israel» zufolge.

«Jetzt, sechs Monate spĂ€ter, kann ich immer noch nicht ganz ohne Angst atmen», fĂŒgte sie hinzu. «Das braucht Zeit. Und der erste Schritt ist, dass jeder zurĂŒckkommt.» Die Menge zog am Samstagabend vom sogenannten Geiselplatz im Zentrum von Tel Aviv zur Außenstelle der US-Botschaft in der Hajarkon-Straße. In Sprechchören forderten die Kundgebungsteilnehmer US-PrĂ€sident Donald Trump dazu auf, Druck auf den israelischen Regierungschef Benjamin Netanjahu zu machen, die indirekten Waffenruhe-GesprĂ€che mit der Hamas erfolgreich zu einem Ende zu bringen. 

Die Verhandlungen in der katarischen Hauptstadt Doha verlaufen seit Wochen eher schleppend. Als Vermittler fungieren Diplomaten aus Katar, Ägypten und den USA. Trump hatte tags zuvor in Washington angekĂŒndigt, dass zehn Geiseln «sehr bald» freikommen wĂŒrden. Es war aber nicht unmittelbar klar, worauf sich sein Optimismus grĂŒndete. 

Mob greift Auto eines Abgeordneten an

In Nes Ziona, einem Vorort von Tel Aviv, attackierte ein rechtsradikaler Mob das Auto des arabischstĂ€mmigen Parlamentsabgeordneten Aiman Auda. Videos, die in sozialen Medien kursieren, zeigen, wie aufgehetzte Personen mit FĂ€usten und HandflĂ€chen auf das Fahrzeug einschlagen. Nach Angaben des Politikers wurde die Windschutzscheibe beschĂ€digt. Seine geplante Ansprache auf der örtlichen Geisel-SolidaritĂ€tsdemonstration vermochte er nicht zu halten, weil ihn die Polizei nicht schĂŒtzen konnte oder wollte, berichteten Medien. 

StaatsprÀsident Izchak Herzog und der deutsche Botschafter in Tel Aviv, Steffen Seibert, verurteilten die Gewalt gegen Auda. 

Nach offiziellen israelischen Angaben werden noch 50 aus Israel entfĂŒhrte Menschen im Gazastreifen festgehalten, davon sollen mindestens 20 noch am Leben sein. Im Zuge der angestrebten 60-tĂ€gigen Waffenruhe sollen zehn Geiseln freigelassen und die sterblichen Überreste mehrerer Verschleppter ĂŒbergeben werden. Im Gegenzug sollen palĂ€stinensische HĂ€ftlinge aus israelischen GefĂ€ngnissen freigelassen werden. WĂ€hrend der Feuerpause sollen die Konfliktparteien dann ĂŒber die Beendigung des Gaza-Kriegs und die Freilassung der letzten Geiseln verhandeln.

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