US-Autozölle, Stahlindustrie

Mögliche US-Autozölle dĂŒrften deutsche Stahlindustrie belasten

28.02.2025 - 11:41:52

Die Handelspolitik des US-PrÀsidenten Donald Trump könnte Deutschlands Stahlbranche empfindlich treffen.

Zwar beliefen sich die Walzstahlausfuhren der Bundesrepublik laut Zahlen der Wirtschaftsvereinigung Stahl zuletzt nur auf gut 0,6 Millionen Tonnen pro Jahr, wie der "Spiegel" schreibt. Doch zugleich wurden etwa 1,3 Millionen Tonnen Stahl indirekt in die USA exportiert, verbaut in Autos. Erhöht der US-PrĂ€sident die Zölle auf importierte Autos deutlich, wĂ€re das fĂŒr die Stahlindustrie in Deutschland schmerzhafter als die bereits angeordneten US-Zölle von 25 Prozent auf direkte Stahleinfuhren. Der Grund: Verlagert die hiesige Autoindustrie ihre Produktion stĂ€rker in die USA, dann brĂ€uchte sie hierzulande weniger Stahl als Vorprodukt. Trump hatte Mitte Februar Autozölle "in der NĂ€he von 25 Prozent" angedeutet und die Drohung diese Woche bekrĂ€ftigt.

Schon jetzt verschĂ€rften die Zölle auf US-Stahlimporte den Wettbewerb, sagte Nicole Voigt, Stahlexpertin der Beratungsfirma BCG, dem "Spiegel". "Durch den Wegfall der zollfreien Kontingente fĂŒr Europa konkurriert Deutschland nun wieder stĂ€rker mit Herstellern aus Indien, Taiwan oder der TĂŒrkei, die keine Freimengen hatten."

@ dts-nachrichtenagentur.de