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Ökonomie-NobelpreistrĂ€gerin glaubt nicht an FachkrĂ€ftemangel

Veröffentlicht am: 05.11.2025 um 12:09 Uhr | dts-nachrichtenagentur.de

Die Harvard-Ökonomin Claudia Goldin, die 2023 den Nobelpreis fĂŒr Wirtschaftswissenschaften erhielt, kann die Klagen der deutschen Wirtschaft ĂŒber FachkrĂ€ftemangel nicht nachvollziehen.

Vermesser (Archiv) - Bild: ĂŒber dts Nachrichtenagentur
Vermesser (Archiv) - Bild: ĂŒber dts Nachrichtenagentur
"Das ist immer eine Frage des Preises - wenn Unternehmen genug zahlen, wird es auch fĂŒr Frauen attraktiver, mehr zu arbeiten", sagte sie dem "Handelsblatt" (Donnerstagsausgabe) mit Blick auf die hohe Teilzeitquote von Frauen in Deutschland. Jungen Frauen, die Kind und Karriere wollen, rĂ€t die 79-JĂ€hrige: "Heirate einen Mann, der bereit ist, sich genauso viel um Kinder zu kĂŒmmern wie du", so Goldin. Im internationalen Vergleich sei Schweden mit hervorragenden Bedingungen zwar traditionell das "Nirwana" fĂŒr arbeitende Frauen - doch vor allem Kanada und Frankreich hĂ€tten krĂ€ftig aufgeholt. Kritiker, die Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) vorwerfen, zu wenig Frauen in sein Kabinett geholt zu haben, tröstet Goldin mit einem Verweis auf die USA: "Trump hat jede Menge Frauen ernannt. Aber die sehen alle gleich aus: extrem lange, unnatĂŒrliche Wimpern, aufgespritzte Lippen und langes, wallendes Haar - und wenn sie reden, fangen sie an einem Punkt an und enden an einem völlig anderen." Ein RĂ€tsel ist der NobelpreistrĂ€gerin die extrem niedrige Geburtenrate in Deutschland: Einerseits sei der soziale Druck, eine "gute Mutter" mĂŒsse lange Zeit mit dem Kind zu Hause bleiben, sehr hoch, andererseits gebe es sehr viel staatliche UnterstĂŒtzung.

"Also mĂŒsste die Geburtenrate - wenn man das international vergleicht - eigentlich deutlich höher sein."

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