Venezuela zieht Diplomaten aus mehreren LĂ€ndern ab
29.07.2024 - 23:41:14Venezuela hat wegen Kritik an der mit FĂ€lschungsvorwĂŒrfen begleiteten PrĂ€sidentenwahl angekĂŒndigt, sein gesamtes diplomatisches Personal aus mehreren lateinamerikanischen LĂ€ndern abzuziehen. Venezuela weise «die Einmischung und die ErklĂ€rungen einer Gruppe rechter Regierungen» auf das SchĂ€rfste zurĂŒck, teilte Venezuelas AuĂenminister Yvan Gil auf der Plattform X mit.Â
Bei den LĂ€ndern handelt es sich um Argentinien, Chile, Costa Rica, Peru, Panama, die Dominikanischen Republik und Uruguay. Dies sind gröĂtenteils die Staaten, die zuvor eine Dringlichkeitssitzung des StĂ€ndigen Rates der Organisation Amerikanischer Staaten (OAS) beantragt haben, um eine Resolution zu erreichen. Venezuela verlange auĂerdem von diesen Regierungen den sofortigen Abzug ihrer Vertreter auf venezolanischem Staatsgebiet.
Der Nationale Wahlrat (CNE) hatte Amtsinhaber Maduro offiziell zum Wahlsieger erklĂ€rt. Damit kann der linke Staatschef im Januar 2025 seine dritte sechsjĂ€hrige Amtszeit antreten. Nach offiziellen Angaben kam Maduro bei der Abstimmung am Sonntag auf 51,2 Prozent der Stimmen. Der Oppositionskandidat Edmundo GonzĂĄlez Urrutia erhielt demnach 44,2 Prozent.Â
Die Opposition erkannte das offizielle Ergebnis nicht an und reklamierte den Sieg fĂŒr ihren Kandidaten Edmundo GonzĂĄlez Urrutia. Sie warf der Regierung Wahlbetrug vor. Auch die US-Regierung und eine Reihe lateinamerikanischer Staaten meldeten Zweifel an dem offiziellen Wahlergebnis an. Vor der Wahl am Sonntag hatten mehrere Umfragen einen Sieg der Opposition prognostiziert. Beobachter gingen allerdings schon vor der Abstimmung nicht davon aus, dass die Wahl frei und fair ablaufen wĂŒrde.





