Venezuela, Diplomaten

Venezuela zieht Diplomaten aus mehreren LĂ€ndern ab

29.07.2024 - 23:41:14

Die internationale Kritik an der umstrittenen PrÀsidentenwahl ist massiv. Mehrere LÀnder Lateinamerikas wollen eine Resolution erreichen. Nun reagiert Venezuela.

  • Venezuela weise «die Einmischung und die ErklĂ€rungen einer Gruppe rechter Regierungen» auf das SchĂ€rfste zurĂŒck, teilte Venezuelas Außenminister Yvan Gil mit. (Archivbild) - Foto: Alexander Zemlianichenko/AP/dpa

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  • Der Nationale Wahlrat (CNE) erklĂ€rte Amtsinhaber Maduro zum Wahlsieger. - Foto: Fernando Vergara/AP

    Fernando Vergara/AP

Venezuela weise «die Einmischung und die ErklĂ€rungen einer Gruppe rechter Regierungen» auf das SchĂ€rfste zurĂŒck, teilte Venezuelas Außenminister Yvan Gil mit. (Archivbild) - Foto: Alexander Zemlianichenko/AP/dpaDer Nationale Wahlrat (CNE) erklĂ€rte Amtsinhaber Maduro zum Wahlsieger. - Foto: Fernando Vergara/AP

Venezuela hat wegen Kritik an der mit FĂ€lschungsvorwĂŒrfen begleiteten PrĂ€sidentenwahl angekĂŒndigt, sein gesamtes diplomatisches Personal aus mehreren lateinamerikanischen LĂ€ndern abzuziehen. Venezuela weise «die Einmischung und die ErklĂ€rungen einer Gruppe rechter Regierungen» auf das SchĂ€rfste zurĂŒck, teilte Venezuelas Außenminister Yvan Gil auf der Plattform X mit. 

Bei den LĂ€ndern handelt es sich um Argentinien, Chile, Costa Rica, Peru, Panama, die Dominikanischen Republik und Uruguay. Dies sind grĂ¶ĂŸtenteils die Staaten, die zuvor eine Dringlichkeitssitzung des StĂ€ndigen Rates der Organisation Amerikanischer Staaten (OAS) beantragt haben, um eine Resolution zu erreichen. Venezuela verlange außerdem von diesen Regierungen den sofortigen Abzug ihrer Vertreter auf venezolanischem Staatsgebiet.

Der Nationale Wahlrat (CNE) hatte Amtsinhaber Maduro offiziell zum Wahlsieger erklÀrt. Damit kann der linke Staatschef im Januar 2025 seine dritte sechsjÀhrige Amtszeit antreten. Nach offiziellen Angaben kam Maduro bei der Abstimmung am Sonntag auf 51,2 Prozent der Stimmen. Der Oppositionskandidat Edmundo Gonzålez Urrutia erhielt demnach 44,2 Prozent. 

Die Opposition erkannte das offizielle Ergebnis nicht an und reklamierte den Sieg fĂŒr ihren Kandidaten Edmundo GonzĂĄlez Urrutia. Sie warf der Regierung Wahlbetrug vor. Auch die US-Regierung und eine Reihe lateinamerikanischer Staaten meldeten Zweifel an dem offiziellen Wahlergebnis an. Vor der Wahl am Sonntag hatten mehrere Umfragen einen Sieg der Opposition prognostiziert. Beobachter gingen allerdings schon vor der Abstimmung nicht davon aus, dass die Wahl frei und fair ablaufen wĂŒrde.

@ dpa.de