Iran, USA

SPD nimmt Steinmeier gegen Angriffe aus Union in Schutz

25.03.2026 - 11:29:44 | dts-nachrichtenagentur.de

Die Kritik der Union an Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier stößt auf Unmut in der SPD.

Frank Walter Steinmeier (Archiv) - Foto: via dts Nachrichtenagentur
Frank Walter Steinmeier (Archiv) - Foto: via dts Nachrichtenagentur
Das berichtet der "Spiegel".

Steinmeier hatte den von Israel und den USA geführten Iran-Krieg als "völkerrechtswidrig" und "politisch verhängnisvollen Fehler" bezeichnet. Die Bundesregierung von Kanzler Friedrich Merz (CDU) scheut bislang eine solche Bewertung. Unionsfraktionschef Jens Spahn forderte Steinmeier daraufhin zur Zurückhaltung auf. "Die völkerrechtliche Prüfung obliegt in diesem wie in anderen Fällen der Bundesregierung", sagte Spahn. Er erwarte "von Amts- und Würdenträgern der Bundesrepublik, dass sie diese Prüfung abwarten und sie auch respektieren".

Führende SPD-Außenpolitiker nehmen den Bundespräsidenten nun in Schutz. Steinmeier bekräftige, "was die meisten Völkerrechtsexperten seit Beginn des Krieges sagen: Der militärische Angriff durch Netanjahu und Trump ist illegal", sagte Adis Ahmetovic, außenpolitischer Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, dem "Spiegel".

Die SPD-Fraktion teile diese rechtliche Einschätzung. "Wir danken dem Bundespräsidenten für seinen Mut und die Orientierung, die er in diesen schwierigen Fragen gibt", so Ahmetovic. "Diese Klarheit ist notwendig. Die Union sollte sich dem anschließen und einen Gang runterschalten. Niemand relativiert die Verbrechen des iranischen Regimes - doch planlose Angriffe mit Marschflugkörpern helfen niemandem."

Der ehemalige Fraktionschef Rolf Mützenich bedauert, "dass die Bundesregierung bisher keine öffentliche Einschätzung zur völkerrechtlichen Bewertung zur Entführung des damaligen kolumbianischen Präsidenten Maduro noch zum Krieg gegen den Iran vorgelegt" habe. "Dass der Bundespräsident in Respekt gegenüber unserer Verfassung jetzt dem Völkerrecht Ausdruck gibt, ist angesichts dieser Leerstelle konsequent und notwendig", sagte Mützenich dem "Spiegel".

So schätzen die Börsenprofis Aktien ein!

<b>So schätzen die Börsenprofis Aktien ein!</b>
Seit 2005 liefert der Börsenbrief trading-notes verlässliche Anlage-Empfehlungen – dreimal pro Woche, direkt ins Postfach. 100% kostenlos. 100% Expertenwissen. Trage einfach deine E-Mail Adresse ein und verpasse ab heute keine Top-Chance mehr. Jetzt abonnieren.
Für. Immer. Kostenlos.
ausland | 68983160 |

Weitere Meldungen

Huthi-Miliz greift Israel an - Hoffnung auf Iran-Gespräche. Die US-Regierung stellt baldige Gespräche in Aussicht. Mit Beginn der fünften Woche des Iran-Kriegs dauern die gegenseitigen Angriffe an, die Huthi-Miliz schießt eine Rakete auf Israel. (Ausland, 28.03.2026 - 13:53) weiterlesen...

Iran-Gespräche noch diese Woche? - US-Einsatzkräfte verletzt. Derweil setzt sich Kanzler Merz von US-Präsident Trump ab. Der US-Sondergesandte rechnet damit, dass noch in dieser Woche Gespräche für ein Ende des Iran-Kriegs geführt werden können. (Ausland, 28.03.2026 - 05:38) weiterlesen...

US-Präsident nennt Straße von Hormus «Straße von Trump» Er taufte den Golf von Mexiko in «Golf von Amerika» um, das berühmte Kulturhaus Kennedy Center in Washington trägt nun sogar seinen Namen. (Ausland, 28.03.2026 - 02:48) weiterlesen...

Trump kritisiert Merz für Haltung im Iran-Krieg. Jetzt nennt US-Präsident Trump einen konkreten Namen. Am Vortag kritisierte er die Spitze Deutschlands für ihre ablehnende Haltung für Hilfe im Iran-Krieg. (Ausland, 28.03.2026 - 01:23) weiterlesen...

Nouripour fürchtet Schließung der Straße von Aden durch Iran Bundestagsvizepräsident Omid Nouripour (Grüne) hat die Verlängerung des Ultimatums an das Regime im Iran durch US-Präsident Donald Trump kritisiert und vor einer Schließung der Straße von Aden gewarnt.Das Regime habe "diesen Krieg jahrzehntelang mit Drehbüchern vorbereitet" und die "volle Eskalationsstufe" noch gar nicht genutzt, sagte er der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (Samstagausgabe). (Ausland, 28.03.2026 - 01:00) weiterlesen...

Berichte: Hacker knacken Mailfach des FBI-Chefs Patel. Der Name der mutmaßlichen Tätergruppe ist den USA bereits bekannt. Hacker veröffentlichen private Mails des FBI-Direktors Kash Patel, wie mehrere Medien berichten. (Ausland, 27.03.2026 - 23:31) weiterlesen...