Iran: RevolutionswÀchter bei Angriff in Syrien getötet
20.01.2024 - 11:23:14Ein mutmaĂlich israelischer Luftangriff in der syrischen Hauptstadt Damaskus droht die Krise im Nahen Osten zu verschĂ€rfen. Mindestens vier MilitĂ€rberater der einflussreichen RevolutionswĂ€chter (IRGC) seien am Samstag bei dem Angriff auf ein Wohnhaus im Westen der Metropole getötet worden, teilte die iranische Eliteeinheit mit. Das Staatsfernsehen machte umgehend Israel fĂŒr die Attacke verantwortlich. Irans PrĂ€sident dohte mit Vergeltung.
Ende Dezember war bereits ein ranghohes Mitglied der RevolutionswĂ€chter bei Damaskus getötet worden. Der Druck auf Teheran dĂŒrfte mit dem neuerlichen Angriff steigen, militĂ€risch darauf zu reagieren.
Die israelische Luftwaffe hat in der Vergangenheit immer wieder Ziele im benachbarten Syrien angegriffen, um zu verhindern, dass Israels Erzfeind Iran und mit ihm verbĂŒndete Milizen ihren militĂ€rischen Einfluss dort ausweiten. Seit Beginn des Gaza-Kriegs Anfang Oktober infolge des verheerenden Massakers der islamistischen Hamas in Israel mit 1200 Toten haben die Angriffe zugenommen. Zu der Attacke am Samstag Ă€uĂerte sich das israelische MilitĂ€r bisher nicht.
Bericht: Insgesamt mindestens acht Tote bei Luftangriff in Damaskus
Bei dem Luftangriff in Damaskus wurden laut der Nachrichtenagentur Tasnim, die als Sprachrohr der Revolutionsgarden gilt, mindestens acht Menschen getötet. Nach Informationen der Nachrichtenagentur Mehr waren darunter zwei hochrangige Geheimdienstmitarbeiter der IRGC-Auslandseinheit. Daneben sollen zwei weitere Mitglieder der IRGC ums Leben gekommen sein.
Das erzkonservative Portal Sabrin-News identifizierte das ranghöchste Todesopfer als den Geheimdienstoffizier Sadegh Omidsadeh. Die Revolutionsgarde selbst veröffentlichte die IdentitĂ€t von vier Todesopfern, ohne Omidsadeh zu nennen. Wie in diesen FĂ€llen ĂŒblich, kann es sich auch um Decknamen handeln. Offiziell ist Irans MilitĂ€r in Syrien nur beratend tĂ€tig und bestreitet eine aktive Rolle. Wie ein Reporter im Staatsfernsehen berichtete, soll das Ziel eine Unterkunft der RevolutionswĂ€chter gewesen sein.
Das GebĂ€ude wurde laut der Syrischen Beobachtungsstelle fĂŒr Menschenrechte mit Sitz in London bei dem Angriff völlig zerstört. Syriens staatliche Nachrichtenagentur Sana bezeichnete den Angriff als «Ergebnis einer israelischen Aggression».
Raisi droht mit Vergeltung
Irans PrÀsident Ebrahim Raisi drohte dem Erzfeind Israel mit Vergeltung. Die Islamische Republik werde das «Verbrechen des zionistischen Regimes» nicht unbeantwortet lassen, zitierte der staatliche Rundfunk Raisi.





