Ukraine, Russland

Selenskyj beklagt neuen Angriff und lobt Sanktionen

Veröffentlicht am: 30.10.2025 um 20:21 Uhr | dpa.de

Die Ukraine erlebt eine der schwersten NÀchte seit Kriegsbeginn - und am Tag danach bombardiert Russland ein weiteres Kraftwerk. Der ukrainische PrÀsident Selenskyj fordert eine Reaktion.

In den Stadtteilen Kiews am linken Ufer des Flusses Dnipro ist nach neuerlichen russischen Angriffen neben der WĂ€rme- auch die Wasserversorgung ausgefallen. (Archivbild) - Bild: Efrem Lukatsky/AP/dpa
In den Stadtteilen Kiews am linken Ufer des Flusses Dnipro ist nach neuerlichen russischen Angriffen neben der WĂ€rme- auch die Wasserversorgung ausgefallen. (Archivbild) - Bild: Efrem Lukatsky/AP/dpa

Russland hat nach Angaben des ukrainischen PrĂ€sidenten Wolodymyr Selenskyj mit Bomben eine weiteres Kraftwerk in der Ukraine attackiert. Getroffen worden sei das WĂ€rmekraftwerk in Slowjansk, der grĂ¶ĂŸten noch unter Kiews Kontrolle stehenden Stadt im Gebiet Donezk, sagte Selenskyj in seiner abendlichen Videoansprache. «Leider sind auch zwei Menschen ums Leben gekommen», zudem gebe es Verletzte, teilte er mit. Der Angriff folgte einer der schwersten KriegsnĂ€chte fĂŒr die Ukraine mit zahlreichen EinschlĂ€gen in Energieobjekten.

Selenskyj sprach angesichts der gezielten Angriffe auf zivile Infrastruktur von Terror, auf den die Welt reagieren mĂŒsse. Als Beispiel fĂŒr eine solche Reaktion fĂŒhrte er jĂŒngste Sanktionen gegen die russischen Ölkonzerne an. Diese hĂ€tten einen deutlichen Effekt gezeigt.

Der ukrainische Staatschef schlĂ€gt daher weitere Strafmaßnahmen gegen den russischen Ölsektor vor. «Der Ölexport ist die Grundlage der russischen Arroganz und wenn die Sanktionen bestehen bleiben oder verschĂ€rft werden, wird Russland erhebliche Verluste erleiden», sagte er. Seiner SchĂ€tzung nach könnte Moskau im kommenden Jahr so etwa 50 Milliarden Dollar verlieren. Dies sei ein gewichtiges Argument, um Moskau zur Beendigung des Kriegs zu drĂ€ngen, meinte er.

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