Russland, Ukraine

Explosionen in Russland nach ukrainischen DrohnenschlÀgen

04.11.2025 - 09:59:29

Die Ukraine wehrt sich gegen Moskaus Angriffskrieg auch mit DrohnenschlĂ€gen gegen die russische Ölindustrie. Es mehren sich Berichte ĂŒber Explosionen und BrĂ€nde.

Die Ukraine hat bei neuen Drohnenangriffen weitere Anlagen der Ölindustrie in Russland ins Visier genommen. In der Stadt Sterlitamak in Baschkirien im sĂŒdlichen Ural kam es bei einem Angriff auf ein petrochemisches Werk zu einer Explosion und drei BrĂ€nden. Gouverneur Radi Chabirow sprach von zwei Drohnenattacken gegen einen Industriekomplex in der Stadt, die mehr als 1.500 Kilometer Luftlinie von der ukrainischen Grenze entfernt ist. 

TrĂŒmmerteile der abgeschossenen Flugobjekte seien auf den Komplex gestĂŒrzt. Es gebe keine Toten oder Verletzten, sagte Chabirow. Eine Wasseraufbereitungsanlage in dem Werk sei teils zerstört worden, teilte die Stadtverwaltung von Sterlitamak mit. 

In der Stadt Kstowo im Gebiet Nischni Nowgorod an der Wolga kam es zu einem Brand in einer Industrieanlage im Bereich einer Ölraffinerie des Konzerns Lukoil und in einem petrochemischen Werk. Das Lukoil-Werk gehört zu den wichtigsten Benzin-ProduktionsstĂ€tten in Russland. In sozialen Netzwerken berichteten Augenzeugen von Explosionen.

Russisches Ministerium meldet Abschuss von 85 Drohnen

Die russische FĂŒhrung hatte angesichts der zunehmenden Drohnenattacken zuletzt angekĂŒndigt, den Schutz von Ölraffinerien und anderen Objekten der Energiewirtschaft deutlich zu verstĂ€rken. Das russische Verteidigungsministerium meldete, dass in der Nacht 85 ukrainische Drohnen abgeschossen worden seien. Es machte aber erneut keine Angaben zu Treffern oder SchĂ€den durch Kiews Angriffe.

Die Ukraine greift in ihrem Abwehrkampf gegen die seit mehr als dreieinhalb Jahren andauernde russische Invasion immer wieder Ziele im Nachbarland an. Mit dem Beschuss von Anlagen der Ölindustrie will sie den Nachschub fĂŒr das russische MilitĂ€r und seinen Angriffskrieg stören.

Die Explosionen in den strategisch wichtigen ProduktionsstĂ€tten wirken sich zudem auf den Handel aus. So ist etwa der Export von Benzin und Diesel eingeschrĂ€nkt, mit dem das Land wichtige Einnahmen auch fĂŒr die Fortsetzung des Kriegs erzielt. Die russische FĂŒhrung rĂ€umt zwar Probleme ein, betont aber, die Lage sei trotzdem unter Kontrolle und stabil.

@ dpa.de

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