Gutmann drÀngt auf Wiederaufnahme von Schwarzmeer-Getreideabkommen
10.08.2023 - 00:04:01"Jede einzelne Lieferung hat dazu beigetragen, die Not in den Ă€rmsten LĂ€ndern der Welt zu lindern", schreibt Gutmann in einem Gastbeitrag fĂŒr das "Redaktionsnetzwerk Deutschland" (Donnerstagausgabe). "Mehr als die HĂ€lfte der Nahrungsmittel und mehr als zwei Drittel des Weizens wurden im Rahmen der Schwarzmeer-Getreide-Initiative in EntwicklungslĂ€nder geliefert."
Dazu hĂ€tten unter anderem einige der am stĂ€rksten von ErnĂ€hrungsunsicherheit betroffenen Regionen wie das Horn von Afrika, die Sahelzone, Jemen und Afghanistan gehört. Die von Russland angebotenen Zusatzlieferungen könnten diese Lieferungen nicht ersetzen. Gutmann forderte Russland auf, die Schwarzmeer-Route wieder zu öffnen: "Es muss die Lieferung lebensnotwendigen Getreides, das zur ErnĂ€hrung von Menschen in aller Welt dient, zulassen." FĂŒr russische Agrarprodukte gebe es hingegen weiter gute Exportmöglichkeiten, sagte die US-Botschafterin. "WĂ€hrend Russland Transporte aus der Ukraine behindert, kann es sein eigenes Getreide weiterhin in Rekordmengen absetzen." Die Vereinten Nationen hĂ€tten die Ausfuhr russischer Nahrungsmittel erleichtert, um Bedenken von russischer Seite auszurĂ€umen. Die Sanktionen der G7-Staaten richteten sich nicht gegen russische Lebensmittel- und DĂŒngemittelausfuhren. Auch von den USA gebe es keine zusĂ€tzlichen Schranken, sagte Gutmann. "Entgegen russischer Desinformation haben die Vereinigten Staaten aufgrund ihres Engagements fĂŒr die weltweite ErnĂ€hrungssicherheit den Export russischer AgrargĂŒter nicht mit Sanktionen belegt. Russlands Agrarexporte haben wieder das Vorkriegsniveau erreicht und lĂ€gen ohne die von Russland selbst auferlegten BeschrĂ€nkungen sogar noch höher", sagte die Botschafterin. 33 Millionen Tonnen Getreide und Nahrungsmittel aus der Ukraine hĂ€tten ĂŒber das Schwarze Meer verschifft werden können. Damit hĂ€tten die Nahrungsmittelpreise um 22 Prozent gesenkt werden können. Der Ausstieg Russlands aus dem Getreideabkommen habe zu einem Anstieg der Preise gefĂŒhrt. Nun profitiere Russland, "von den gestiegenen Preisen, die es selbst verursacht hat", so Gutmann.
dts Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH


