Drogen, USA

US-MilitÀr greift erneut angebliches Drogenboot an: Toter

23.12.2025 - 05:36:34

Die USA begrĂŒnden ihre tödlichen Angriffe mit dem Kampf gegen Drogen. Das MilitĂ€r versenkt erneut ein Schmugglerboot. Kritiker sehen darin einen Verstoß gegen das Völkerrecht.

Das US-MilitÀr hat bei einem neuen Angriff auf ein angebliches Schmugglerboot im östlichen Pazifik einen Menschen getötet. Das Opfer der Attacke in internationalen GewÀssern sei ein «Drogenterrorist» gewesen, teilte das zustÀndige Regionalkommando des US-MilitÀrs (Southcom) auf der Plattform X mit. 

Das MilitĂ€r veröffentlichte - wie auch in frĂŒheren FĂ€llen dieser Art - einen kurzen Videoclip, der den Angriff aus der Vogelperspektive zeigen soll. Es sieht so aus, als seien auf das Boot zahlreiche SchĂŒsse gefeuert worden. Bei den meisten bisherigen Angriffen sah es eher so aus, als seien die Boote von einer Rakete getroffen worden. Weder die Angaben des MilitĂ€rs noch die AuthentizitĂ€t des Videos ließen sich zunĂ€chst unabhĂ€ngig ĂŒberprĂŒfen.

Bisher mehr als 100 Tote

Seit September greifen die US-StreitkrĂ€fte unter Berufung auf angebliche Geheimdiensterkenntnisse in der Karibik und im östlichen Pazifik immer wieder Boote an, die mit Drogen beladen sein sollen. Konkrete Beweise fĂŒr diese Darstellung werden dabei nicht vorgelegt. Im Zuge der Angriffe wurden ZĂ€hlungen von US-Medien zufolge mittlerweile mehr als 100 Menschen getötet.

Die US-Regierung hĂ€lt ihr Vorgehen fĂŒr legitim und bezeichnet die Opfer durchweg als Drogenschmuggler und «Terroristen». Sie wird fĂŒr die außergerichtlichen Tötungen aber massiv kritisiert. Aus Sicht von UN-Menschenrechtsexperten verstĂ¶ĂŸt sie damit gegen das Völkerrecht.

@ dpa.de