Hamas lehnt Entwaffnung ohne palÀstinensischen Staat ab
03.08.2025 - 01:40:50 | dpa.de
Die islamistische Hamas im umkĂ€mpften Gazastreifen lehnt eine Niederlegung ihrer Waffen entschieden ab, solange kein unabhĂ€ngiger palĂ€stinensischer Staat gegrĂŒndet wird. Der bewaffnete Widerstand könne nur aufgegeben werden, wenn die Rechte der PalĂ€stinenser vollstĂ€ndig verwirklicht seien, insbesondere die Errichtung eines unabhĂ€ngigen und vollstĂ€ndig souverĂ€nen palĂ€stinensischen Staates mit Jerusalem als Hauptstadt, heiĂt es in einer ErklĂ€rung der islamistischen Terrororganisation.Â
Die Hamas reagierte damit auf ĂuĂerungen des US-Sondergesandten Steve Witkoff, der Medienberichten zufolge bei einem Treffen mit Angehörigen der im Gazastreifen weiterhin festgehaltenen Geiseln gesagt haben soll, dass die Hamas nach eigenen Aussagen zur Entmilitarisierung bereit sei. «Wir stehen kurz vor dem Ende dieses Krieges», sagte Witkoff einer Mitteilung des Forums der Geiselfamilien zufolge bei dem Treffen in der israelischen Stadt Tel Aviv. «Wir haben einen Plan, den Krieg zu beenden und alle nach Hause zu bringen.»
Die Hamas beansprucht das gesamte historische PalĂ€stina - also einschlieĂlich des heutigen Staatsgebietes Israels. In einem Grundsatzpapier von 2017 akzeptiert sie jedoch einen palĂ€stinensischen Staat in den Grenzen von 1967 - das heiĂt bestehend aus dem Westjordanland, dem Gazastreifen und Ost-Jerusalem. Das Existenzrecht Israels erkennt sie nicht an. Israels Regierung ist ebenfalls gegen eine Zweistaatenlösung. Dort herrscht die Ansicht vor, dass das Westjordanland und Ost-Jerusalem aus historischen und religiösen GrĂŒnden Israel zustehen.
So schÀtzen die Börsenprofis Aktien ein!
FĂŒr. Immer. Kostenlos.

