Oman, USA

US-UnterhÀndler besuchen nach Iran-GesprÀchen FlugzeugtrÀger

07.02.2026 - 20:10:13

Die USA verhandeln zwar wieder mit dem Iran, verweisen aber weiterhin auch auf ihre militĂ€rischen Optionen. Das zeigt auch ein Besuch zweier SchlĂŒsselfiguren in Trumps Nahost-Politik beim US-MilitĂ€r.

Einen Tag nach ihren Verhandlungen mit dem Iran im Oman haben der US-Sondergesandte Steve Witkoff und der Trump-Schwiegersohn Jared Kushner den in die Region verlegten FlugzeugtrÀger «USS Abraham Lincoln» besucht. Sie hÀtten dort unter anderem Matrosen und Marineinfanteristen gedankt und FlugeinsÀtze verfolgt, teilte Witkoff auf der Plattform X mit. Er sei stolz darauf, an der Seite der MÀnner und Frauen zu stehen, die die Interessen der USA verteidigten, deren Gegner abschreckten und der Welt zeigten, wie amerikanische Entschlossenheit aussehe.

Der Besuch kann kurz nach dem Beginn neuer Verhandlungen unter Vermittlung des Omans als weiteres Signal der Amerikaner an den Iran verstanden werden, dass sie von ihren militĂ€rischen Drohungen nicht abrĂŒcken. Er erfolgte auf Einladung des Oberbefehlshabers der amerikanischen StreitkrĂ€fte in der Region, Admiral Brad Cooper, wie der US-Sender CNN unter Berufung auf einen hochrangigen US-Beamten berichtete. 

Cooper war bei den GesprĂ€chen mit dem Iran am Freitag Teil der US-Delegation um Witkoff und Kushner. Der Iran sah schon darin den Versuch einer «Machtdemonstration», wie das Onlineportal Nur-News berichtete. «Das Einbringen der militĂ€rischen Komponente erhöht das Risiko und die Kosten der Verhandlungen; die Verantwortung dafĂŒr liegt bei den USA», hieß es in einem Bericht. Über den Besuch Kushners und Witkoffs auf dem FlugzeugtrĂ€ger waren nach CNN-Informationen sowohl der Oman als auch der Iran vorab informiert.

Trump hat mehrfach mit militÀrischem Eingreifen gedroht

Die USA hatten ihr militÀrische PrÀsenz in der NÀhe des Irans zuletzt massiv aufgestockt und in dem Zuge auch den FlugzeugtrÀger nach Nahost verlegt. Dieser wird von einem Atomreaktor angetrieben und transportiert normalerweise mehrere Tausend Soldaten sowie Dutzende Kampfflugzeuge und wird von Zerstörern der Marine begleitet. 

US-PrĂ€sident Donald Trump hatte der FĂŒhrung in Teheran zuletzt mehrfach mit einem militĂ€rischen Eingreifen gedroht und dies unter anderem mit dem brutalen Vorgehen der Staatsgewalt gegen Demonstranten bei den jĂŒngsten Massenprotesten begrĂŒndet. Immer wieder macht er auch klar, dass ihm das umstrittene Atomprogramm des Irans ein Dorn im Auge ist.

Unterdessen will Israels MinisterprĂ€sident Benjamin Netanjahu voraussichtlich am Mittwoch in Washington mit Trump ĂŒber die laufenden GesprĂ€che mit dem Iran beraten. Das teilte Netanjahus BĂŒro auf der Plattform X mit.

@ dpa.de

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