Ukraine, Russland

Ukraine: USA wollen Kiew und Moskau an einen Tisch bringen

20.12.2025 - 19:25:08

Die USA versuchen sich als Vermittler im Ukraine-Krieg. Damit Schwung in die Verhandlungen kommt, sollen nach US-Plan erstmals seit längerem Ukrainer und Russen wieder direkt miteinander sprechen.

Bei den Verhandlungen in Miami zur Beendigung des Ukraine-Kriegs schlägt die US-Regierung nach ukrainischen Angaben vor, dass Vertreter Kiews und Moskaus erstmals seit Monaten wieder direkt miteinander sprechen. Amerika schlage ein trilaterales Treffen der nationalen Sicherheitsberater Amerikas, der Ukraine und Russlands vor, sagte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj laut staatliche Nachrichtenagentur Ukrinform – und bezog sich dabei auf Angaben des Sekretärs des ukrainischen Sicherheitsrats, Rustem Umjerow, der für Kiew Verhandlungsführer in den USA ist.

Laut Selenskyj könnten bei dem Treffen auch europäische Vertreter anwesend sein. Ein solches Treffen wäre logisch, sobald Ergebnisse der aktuellen Gespräche ersichtlich wären, fügte Selenskyj hinzu. 

Zuletzt hatten sich russische und ukrainische Unterhändler im Sommer in der Türkei direkt getroffen. Die Verhandlungen damals hätten nur wenig von dem gebracht, was man sich erhofft habe, auch wenn er die damals vereinbarten Gefangenenaustausche begrüße, sagte Selenskyj.

Wen schickt Russland?

Bei dem von Selenskyj annoncierten möglichen Treffen würde Umjerow die Ukraine vertreten, US-Außenminister Marco Rubio die Regierung von Präsident Donald Trump. Unklar ist, wen Russland auf der Ebene schicken würde: Kremlchef Wladimir Putin hat keinen ausgewiesenen Sicherheitsberater. 

Der langjährige Sekretär des nationalen Sicherheitsrats, der Ex-Geheimdienstchef und Putin-Vertraute Nikolai Patruschew, wurde im vergangenen Jahr auf den Posten des Beraters für Schiffbau und Seefahrt versetzt. Außenpolitisch wird Putin seit Jahren von Juri Uschakow beraten, die Verhandlungen mit der Ukraine in Istanbul führte Putins Berater Wladimir Medinski, der eigentlich für Kultur- und Geschichtsfragen zuständig ist. Russlands Sondergesandter in den USA ist Kirill Dmitrijew.

@ dpa.de

Weitere Meldungen

Angriffspause für das kalte Kiew? Kreml folgt Trumps Bitte. Bis dahin verspricht Moskau, die ukrainischen Städte nicht anzugreifen - aber nur solange. Die Ukraine und Russland sprechen am Sonntag wieder über Auswege aus dem seit vier Jahren tobenden Krieg. (Ausland, 30.01.2026 - 16:31) weiterlesen...

Kreml stimmt begrenzter Waffenruhe bis Sonntag zu Russland hat nach Angaben des Kremls der Bitte von US-Präsident Donald Trump um eine begrenzte Waffenruhe in der Ukraine bis Sonntag zugestimmt. (Boerse, 30.01.2026 - 13:51) weiterlesen...

Kreml stimmt begrenzter Waffenruhe bis Sonntag zu. Der Kreml stimmt zu - aber nur bis zu einer nächsten Runde von Verhandlungen. Trump hat Putin gebeten, Kiew und andere ukrainische Städte für ein paar Tage nicht anzugreifen. (Ausland, 30.01.2026 - 13:45) weiterlesen...

Kreml vermeidet Festlegung zu begrenzter Waffenruhe Russland will sich öffentlich nicht darauf festlegen, ob das Land der Bitte von US-Präsident Donald Trump nach einer begrenzten Waffenruhe mit der Ukraine nachkommt. (Boerse, 30.01.2026 - 12:00) weiterlesen...

Kreml vermeidet Festlegung zu begrenzter Waffenruhe. Doch die Antwort aus Moskau bleibt vage. Trump hat Putin gebeten, Kiew und andere ukrainische Städte für ein paar Tage nicht anzugreifen. (Ausland, 30.01.2026 - 11:50) weiterlesen...

Selenskyj nach Trumps Ankündigung einer Waffenruhe skeptisch Darf die Ukraine zumindest auf eine begrenzte und zeitlich befristete Waffenruhe hoffen? US-Präsident Trump sagt ja, der ukrainische Präsident Selenskyj will zunächst abwarten. (Ausland, 30.01.2026 - 04:50) weiterlesen...