US-Regierung behĂ€lt Kontrolle ĂŒber F-35-Lieferungen an Bundeswehr
20.03.2025 - 18:11:03FĂŒr die Bundeswehr gibt es dabei keine Garantien oder Sicherheiten durch drohende Vertragsstrafen. Stattdessen regelt die US-Seite den gesamten Vertrag ĂŒber das sogenannte "Foreign Military Sales"-Programm (FMS), ein RĂŒstungsprogramm, das mit eigenen Regularien, Auflagen und Sperrklauseln versehen ist und zu US-einseitigen GeschĂ€ften fĂŒhrt. Die US-Regierung behĂ€lt sich bei der F-35 beispielsweise das Recht vor, "die Leistungserbringung ganz oder zum Teil zu kĂŒndigen oder auszusetzen". Zudem wird darauf hingewiesen, dass der Lieferzeitraum und die Menge der Flugzeuge, derzeit 35 StĂŒck, jederzeit durch eine einseitige ErklĂ€rung der US-Seite geĂ€ndert werden können. Der Rechtsweg ist bei Streitigkeiten ausgeschlossen, etwaige Konflikte sollen im Verhandlungsweg zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der US-Regierung gelöst werden. "Es besteht bei allen VertrĂ€gen und LiefergegenstĂ€nden die Möglichkeit, dass sich der Lieferzeitraum und die Liefermenge durch einseitige ErklĂ€rung der US-Amtsseite Ă€ndert", heiĂt es auch in deutschen Unterlagen dazu. Eine Regelung, die bei den Beteiligten Sorgen aufwirft, besonders vor dem Hintergrund der politischen Unsicherheiten im WeiĂen Haus. Sicherheitsexperten stellen die Frage, warum die Bundeswehr solche Bedingungen akzeptiert hat, trotz der weitreichenden Macht, die der US-Regierung dabei zugestanden wird.


