Röttgen: Waffenruhe zwischen Russland und Ukraine Àndert nichts
09.05.2026 - 13:44:21 | dts-nachrichtenagentur.deRöttgen sieht Russlands PrĂ€sidenten Wladimir Putin in wachsender BedrĂ€ngnis. Die reduzierte Form der MilitĂ€rparade am 9. Mai sei "ein untrĂŒgliches Zeichen dafĂŒr, dass Putin zunehmend unter Druck ist". Der Krieg gegen die Ukraine sei in Russland immer unpopulĂ€rer, und der Wirtschaft gehe es schlecht. "Der Ukraine gelingt es immer mehr, das Kriegsgeschehen auf russisches Territorium zu verlagern", hob er hervor. Ukrainische Drohnen flögen bis nach Moskau und könnten dort erhebliche SchĂ€den verursachen.
Die Ukraine sei in ihrem Abwehrkampf gegen die russische Armee zunehmend im Vorteil. "Die Ukraine hat unter dem Druck des Krieges in eindrucksvollster Weise ihre industriell-technologischen FĂ€higkeiten fortentwickelt", sagte Röttgen. Auf diese Weise schaffe sie es, den eigenen personellen Nachteil in Teilen zu kompensieren und den russischen StreitkrĂ€ften massive Verluste zuzufĂŒgen. Die Ukraine verfĂŒge inzwischen ĂŒber Waffen mit gröĂerer Reichweite und habe so die russische Ălproduktion erheblich reduziert.
Röttgen Ă€uĂerte zudem die Erwartung, dass sich der Krieg im Iran eher negativ auf Russland als auf die Ukraine auswirkt. Der höhere Ălpreis werde durch die reduzierte russische Ălproduktion ausgeglichen. "DarĂŒber hinaus lernt die Welt, dass Russland kein verlĂ€sslicher Partner ist, der seinen VerbĂŒndeten im Ernstfall relevant zu Hilfe kommt", sagte er. Dass Trump jetzt voll auf Iran konzentriert sei, bedeute fĂŒr Putin einen Verlust von Aufmerksamkeit. "Putin ist strategisch in einer ZwickmĂŒhle", so Röttgen. Er wolle es sich mit keinem verderben, weder mit den USA noch mit Iran noch mit den Golfstaaten und Israel.
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