UNRWA-Chef, Leiden

UNRWA-Chef erinnert an das Leiden in Gaza

16.06.2025 - 11:29:41 | dpa.de

Die Welt schaut mit Sorge auf den Krieg zwischen Israel und dem Iran. Aber auch in Gaza leiden die Menschen weiter. Der Chef einer Hilfsorganisation hat eine einfache Forderung.

Nach Angaben aus medizinischen Kreisen im Gazastreifen wurden am Samstag mindestens 15 PalĂ€stinenser in der NĂ€he eines Verteilzentrums fĂŒr humanitĂ€re Hilfe der Gaza Humanitarian Foundation von israelischen Soldaten erschossen. Die Stiftung wies den Bericht als falsch zurĂŒck. - Foto: Mariam Dagga/AP/dpa
Nach Angaben aus medizinischen Kreisen im Gazastreifen wurden am Samstag mindestens 15 PalĂ€stinenser in der NĂ€he eines Verteilzentrums fĂŒr humanitĂ€re Hilfe der Gaza Humanitarian Foundation von israelischen Soldaten erschossen. Die Stiftung wies den Bericht als falsch zurĂŒck. - Foto: Mariam Dagga/AP/dpa

Der Krieg zwischen Israel und dem Iran hat die weiter katastrophale Lage der Menschen im Gazastreifen in den Hintergrund gerĂŒckt. Doch die Tragödie dort gehe unvermindert weiter, warnte der Chef des PalĂ€stinenserhilfswerks UNRWA, Philippe Lazzarini. «Es ist Zeit fĂŒr einen dauerhaften Frieden in Gaza und der gesamten Region», schrieb der UN-FunktionĂ€r, der sich in einem Interview einmal als «naiver Optimist» beschrieben hat. 

In den vergangenen Tagen seien wieder zahlreiche Menschen getötet und verletzt worden, beklagte Lazzarini. Darunter auch Hungernde, die versucht hĂ€tten, Nahrungsmittel ĂŒber ein Verteilsystem zu bekommen, das er in einem Post auf der Plattform X als «tödlich» bezeichnete. 

Damit bezog sich Lazzarini auf Berichte, dass es im Umfeld von Verteilzentren der von Israel und den USA unterstĂŒtzten Gaza Humanitarian Foundation (GHF) immer wieder zu tödlichen SchĂŒssen israelischer Soldaten auf Zivilisten gekommen sei. Die Stiftung hatte solche Berichte wiederholt als falsch zurĂŒckgewiesen. 

Die Stiftung hatte ihren Einsatz im vergangenen Monat nach einer fast dreimonatigen israelischen Blockade von Hilfslieferungen begonnen. Die Verteilung soll eine Alternative zum Einsatz der UN und internationaler Hilfsorganisationen darstellen. Israel und die USA wollen nach eigener Darstellung mit dem Einsatz von GHF verhindern, dass sich die Hamas humanitĂ€re HilfsgĂŒter aneignet. 

Lazzarini beklagte, dass trotz der umfangreichen Hilfslieferungen nach Gaza weiterhin EinschrĂ€nkungen bei der Lieferung von UN-Hilfsmitteln bestĂŒnden. DarĂŒber behindere Treibstoffmangel wichtige Versorgungsleistungen im Gesundheitsbereich und bei der Trinkwasserversorgung.

Auslöser des Gaza-Krieges war der Überfall der Hamas und anderer islamistischer Terroristen auf Israel am 7. Oktober 2023, bei dem etwa 1.200 Menschen getötet und mehr als 250 als Geiseln nach Gaza verschleppt wurden. Seither kĂ€mpft Israels MilitĂ€r in dem - inzwischen großflĂ€chig zerstörten - KĂŒstengebiet gegen die Hamas. Nach Angaben der von der Hamas kontrollierten Gesundheitsbehörde wurden bereits mehr als 54.000 PalĂ€stinenser getötet. Die Zahlen der Behörde unterscheiden nicht zwischen KĂ€mpfern und Zivilisten.

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