Ausland, Gesundheit

WHO startet globalen Appell fĂŒr GesundheitsnotfĂ€lle

Veröffentlicht am: 03.02.2026 um 13:57 Uhr | dts-nachrichtenagentur.de

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat einen globalen Appell gestartet, um sicherzustellen, dass Millionen von Menschen in humanitĂ€ren Krisen und Konflikten Zugang zu Gesundheitsversorgung erhalten.Der Appell fĂŒr 2026 ziele darauf ab, fast eine Milliarde US-Dollar zu sammeln, um auf 36 NotfĂ€lle weltweit zu reagieren, darunter 14 NotfĂ€lle der Stufe 3, die die höchste organisatorische Reaktion erfordern, teilte die WHO am Dienstag mit.

Weltgesundheitsorganisation (WHO) in Genf (Archiv) - Bild: via dts Nachrichtenagentur
Weltgesundheitsorganisation (WHO) in Genf (Archiv) - Bild: via dts Nachrichtenagentur
Diese NotfÀlle umfassen demnach sowohl plötzlich auftretende als auch langwierige humanitÀre Krisen, in denen der Gesundheitsbedarf kritisch ist.

WHO-Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus sagte, dass der Appell ein Aufruf sei, Menschen in Konflikten, Vertreibung und Katastrophen nicht nur Dienstleistungen zu bieten, sondern ihnen auch das Vertrauen zu geben, dass die Welt sie nicht im Stich lasse. "Das ist keine WohltĂ€tigkeit. Es ist eine strategische Investition in Gesundheit und Sicherheit." TatsĂ€chlich stelle der Zugang zu Gesundheitsversorgung die WĂŒrde wieder her, stabilisiere Gemeinschaften und biete einen Weg zur Genesung.

Die PrioritĂ€ten der WHO fĂŒr die Notfallmaßnahmen im Jahr 2026 umfassen LĂ€nder wie Afghanistan, die Demokratische Republik Kongo, Haiti, Myanmar, die besetzten PalĂ€stinensergebiete, Somalia, den SĂŒdsudan und den Sudan, Syrien, die Ukraine und den Jemen sowie anhaltende AusbrĂŒche von Cholera und Affenpocken.

Im Jahr 2025 unterstĂŒtzten die WHO und ihre Partner nach eigenen Angaben 30 Millionen Menschen durch ihren jĂ€hrlichen Notfallappell. Diese Mittel ermöglichten demnach lebensrettende Impfungen fĂŒr 5,3 Millionen Kinder, 53 Millionen Gesundheitskonsultationen, die UnterstĂŒtzung von ĂŒber 8.000 Gesundheitseinrichtungen und den Einsatz von 1.370 mobilen Kliniken.

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