Eklat auf Klimagipfel â LĂ€ndergruppen verlassen den Saal
23.11.2024 - 14:18:23
Auf der Weltklimakonferenz haben die Gruppen der Inselstaaten und am wenigsten entwickelten LĂ€nder den Verhandlungssaal verlassen. «Wir sind hier zum Verhandeln, aber wir haben den Raum verlassen, denn im Moment haben wir nicht das GefĂŒhl, dass wir gehört werden», sagte die Umweltministerin Kolumbiens, Susana Muhamad, vor Medienvertretern.
Etliche LĂ€ndervertreter verlieĂen einen groĂen Verhandlungsraum, wie dpa-Reporter beobachteten â eine Vertreterin rief auf die Frage nach einer Einigung laut: «Abgelehnt!» Die Regierungsvertreter versammelten sich zu internen Beratungen in einem Raum nur einige Schritte gegenĂŒber.
Aus EU-Delegationskreisen hieĂ es, man gehe davon aus, dass die Verhandlungen noch weitergehen wĂŒrden. Zwar gibt es noch keinen neuen Entwurf fĂŒr einen Beschluss, allerdings zirkulieren verschiedene TextentwĂŒrfe, gegen die es groĂen Widerstand von einigen LĂ€ndern gibt.
Zentraler Streitpunkt ist, wie stark die FinanzflĂŒsse an EntwicklungslĂ€nder aufgestockt werden und wer dafĂŒr zahlen muss. Dutzende Entwicklungsstaaten hatten vehement Gelder in Billionenhöhe gefordert. Auch eine unabhĂ€ngige UN-Expertengruppe kommt zu dem Schluss, dass der Bedarf an externer Hilfe bis 2030 rund 1.000 Milliarden US-Dollar pro Jahr betrĂ€gt â und sogar 1.300 Milliarden bis 2035.
Aus Verhandlungskreisen wurde deutlich, dass statt der 250 Milliarden US-Dollar, die zunÀchst als jÀhrliche Klimahilfen von Industriestaaten in Àrmere LÀnder vorgeschlagen wurden, nun 300 Milliarden Dollar im Raum stehen.

