Iran, USA

Öl-Krise: Grimm hĂ€lt Stagnation nicht fĂŒr unwahrscheinlich

04.04.2026 - 00:00:00 | dts-nachrichtenagentur.de

Die Wirtschaftsweise Veronika Grimm hĂ€lt angesichts der Öl-Krise eine Stagnation nicht fĂŒr unwahrscheinlich und warnt davor, die Auswirkungen des Iran-Kriegs zu unterschĂ€tzen.

Veronika Grimm (Archiv) - Foto: via dts Nachrichtenagentur
"Die Auswirkungen werden lĂ€nger spĂŒrbar sein, als es zunĂ€chst erwartet wurde", sagte die AufsichtsrĂ€tin von Siemens Energy der "Rheinischen Post" (Samstagausgabe). "Die Stimmung erscheint mir noch sehr optimistisch in Deutschland."

Es werde "teils unterschÀtzt, wie schwer es ist, den Krieg zu beenden", sagte Grimm. "Dazu braucht es ja alle drei Kriegsparteien."

Die Folgen fĂŒr die Weltwirtschaft seien gravierend, weil 20 Prozent des Öls und FlĂŒssiggas (LNG) sowie ein Drittel der DĂŒngemitteltransporte durch die Straße von Hormus gehen, so Grimm, die auch Mitglied im Beirat der CDU-nahen Interessensvertretung Wirtschaftsrat der CDU ist. "Viele Förderanlagen wurden zudem zerstört. Es wird Jahre dauern, die SchĂ€den zu beheben."

Die Ökonomin hĂ€lt die jĂŒngste Wachstumsprognose der Forschungsinstitute fĂŒr optimistisch. "Die Institute halbieren ihre Wachstumsprognose und erwarten nur noch 0,6 Prozent Wirtschaftswachstum in Deutschland fĂŒr 2026. Ich halte das fĂŒr optimistisch."

Es könne auch sein, dass der Aufschwung ausfĂ€llt. "Ein Szenario, in dem der Aufschwung ganz ausfĂ€llt und wir in der Stagnation landen, halte ich aber nicht fĂŒr unwahrscheinlich", so die Wirtschaftsweise.

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