Uruguayer wÀhlen PrÀsidenten in Stichwahl
24.11.2024 - 12:31:29Nach einem Wahlkampf ohne harte Auseinandersetzungen hat in Uruguay die Stichwahl um das PrĂ€sidentenamt begonnen. In der zweiten Runde wird ein knappes Rennen zwischen Linkskandidat YamandĂș Orsi und dem konservativen Kandidaten der Regierungspartei Partido Nacional, Ălvaro Delgado, erwartet. Ausschlaggebend dĂŒrfte sein, welchem Kandidaten es gelingt, mehr Stimmen der AnhĂ€nger der in der ersten Wahlrunde ausgeschiedenen Kandidaten auf sich zu vereinen.
Rund 2,7 Millionen Menschen sind in dem kleinen sĂŒdamerikanischen Land zur Wahl aufgerufen. Es herrscht Wahlpflicht. Der beliebte Amtsinhaber Luis Lacalle Pou darf gemÀà Verfassung nicht erneut antreten. Im von starker Polarisierung, politischer Gewalt und autoritĂ€ren Tendenzen gezeichneten Lateinamerika gilt Uruguay als demokratisches Musterland.Â
Keine radikalen VerÀnderungen erwartet
Der Linke Orsi will im Falle eines Wahlsiegs die Armut bekĂ€mpfen und entschlossen gegen Korruption vorgehen. Der konservative Delgado kĂŒndigte an, die Politik der amtierenden Regierung weiterzufĂŒhren und BĂŒrokratie abzubauen. Umfragen zufolge sorgen sich die Uruguayer vor allem um die Sicherheitslage, die wirtschaftliche Situation und ArbeitsplĂ€tze.
Verglichen mit anderen LĂ€ndern in der Region ist Uruguay politisch wenig polarisiert. Seit der RĂŒckkehr zur Demokratie vor 40 Jahren wechselten sich Mitte-Rechts- und Mitte-Links-Regierungen ab. UnabhĂ€ngig vom Ausgang der Wahl werden keine radikalen VerĂ€nderungen erwartet. «Die Leute wollen keinen tiefgreifenden Wechsel, sondern kleine Anpassungen», sagte die Direktorin des Meinungsforschungsinstituts Cifra, Mariana PomiĂ©s, im Interview der Zeitung «El Observador».


