Medien: Trump ĂŒber eigenen Namen in Epstein-Akten informiert
24.07.2025 - 00:48:06US-Justizministerin Pam Bondi hat PrĂ€sident Donald Trump nach Medienberichten im FrĂŒhjahr darĂŒber informiert, dass sein Name in den Akten zum SexualstraftĂ€ter Jeffrey Epstein vorkommt. Das berichteten das «Wall Street Journal» (WSJ) und die «New York Times» unter Berufung auf hochrangige Regierungsbeamte beziehungsweise drei mit dem Austausch vertraute Personen. Demnach wurde Trump dabei auch darĂŒber unterrichtet, dass viele andere hochkarĂ€tige Persönlichkeiten in den Dokumenten ebenfalls genannt werden.Â
Dass Trumps Name als Bekannter Epsteins in Ermittlungsunterlagen auftaucht, ist per se denkbar. Daraus folgt nicht automatisch eine Schuld. So wurde er unter anderem auch in Gerichtsdokumenten in harmlosem Zusammenhang genannt. Der Republikaner war vergangene Woche von einer Journalistin gefragt worden, ob Bondi ihn darĂŒber informiert hĂ€tte, dass sein Name in den Akten auftauche. Trump verneinte das, bestĂ€tigte aber, dass es ein kurzes Briefing gegeben habe.Â
Laut den Recherchen des WSJ wurde Trump bei dem Treffen darĂŒber informiert, dass die Akten nach EinschĂ€tzung von Regierungsbeamten unbestĂ€tigte GerĂŒchte ĂŒber viele Personen enthielten - darunter auch Trump -, die in der Vergangenheit mit Epstein verkehrt hatten. Demnach handelte es sich um ein Routine-Briefing, bei dem es um verschiedene Themen ging.
Kontroverse um Veröffentlichung der Akten
Trump ist nach Angaben des WSJ auch mitgeteilt worden, dass hochrangige Mitarbeiter des Justizministeriums nicht vorhĂ€tten, weitere Dokumente im Zusammenhang mit den Ermittlungen zu Epstein freizugeben - denn diese wĂŒrden unter anderem Informationen ĂŒber die Opfer enthalten. Der US-PrĂ€sident habe bei dem Treffen gesagt, er werde sich der Entscheidung des Justizministeriums anschlieĂen, keine weiteren Akten freizugeben.
Trump steht in der Epstein-AffĂ€re schon lĂ€nger unter Druck. Die Akten zu dem Fall zu veröffentlichen, war eines seiner Wahlversprechen - Kritiker, auch aus dem eigenen Lager, fordern das nun ein.Â
Die Verhaftung Epsteins, der ĂŒber viele Jahre systematisch MinderjĂ€hrige missbraucht hatte, sorgte weltweit fĂŒr Aufsehen. 2019 beging er mit 66 Jahren in seiner GefĂ€ngniszelle nach offiziellen Angaben Suizid. In Teilen der US-Gesellschaft sorgte sein Tod fĂŒr wilde Spekulationen, weil er beste Kontakte in die amerikanische High Society hatte. PrĂ€sidenten und MilliardĂ€re gingen bei ihm ein und aus â auch Trump verbrachte Zeit mit Epstein, wie mehrere Party-Videos der beiden belegen.


