Trump will Veröffentlichung einiger Epstein-Unterlagen
18.07.2025 - 04:13:32Der in der Epstein-AffĂ€re unter Druck geratene US-PrĂ€sident Donald Trump will eigenen Angaben zufolge einige juristische Unterlagen zu dem Fall des gestorbenen SexualstraftĂ€ters freigeben. Die Tragweite dieser Dokumente ist unklar.Â
Trump schrieb auf seiner Plattform Truth Social: «Aufgrund der enormen Aufmerksamkeit, die Jeffrey Epstein zuteilwird» habe er GeneralstaatsanwÀltin Pam Bondi gebeten, sÀmtliche «relevante Aussagen» vor der damaligen sogenannten Grand Jury in dem Fall vorzulegen. Er bezeichnete die AffÀre um den MultimillionÀr dabei abermals als Schwindel der demokratischen Partei.
Die Grand Jury
Eine Grand Jury ist eine Gruppe von Geschworenen, die nach der Vorlage von Beweismitteln durch die Staatsanwaltschaft entscheidet, ob Anklage in einem Fall erhoben werden kann. Epstein war im Jahr 2019 verhaftet und dann angeklagt worden.
Die Verhaftung Epsteins, der ĂŒber viele Jahre systematisch MinderjĂ€hrige missbraucht hatte, sorgte in den USA und weltweit fĂŒr Aufsehen. 2019 beging er mit 66 Jahren in seiner GefĂ€ngniszelle nach offiziellen Angaben Suizid.
Zeitplan nicht absehbar
Trump sieht sich seit Tagen immer gröĂerem Druck - auch aus dem eigenen Lager - ausgesetzt. Heftige Kritik weht auch Bondi entgegen - Trump hatte sich hinter sie gestellt. Welche Bedeutung die von ihm angekĂŒndigten Dokumente haben und ob eine Veröffentlichung fĂŒr seine eigenen AnhĂ€nger ausreichend sein wird, ist unklar. Auch nicht absehbar ist, wann die Unterlagen einsehbar sein könnten.
Druck wÀchst
Immer mehr Kritiker erwarten von Trump, Akten zu veröffentlichen. Das war eines seiner Wahlversprechen gewesen. Anfang vergangener Woche teilte das FBI dann aber mit, keine Hinweise auf eine Beteiligung weiterer Prominenter gefunden zu haben. Auch handele es sich bei Epsteins Tod klar um Suizid. Eine sagenumwobene Kundenliste des ehemaligen MultimillionÀrs mit den Namen von US-Eliten gibt es demnach nicht.
Ein angeblicher Brief an Epstein
Die AnkĂŒndigung Trumps zu den Dokumenten kam nur kurz nach der Veröffentlichung eines «Wall Street Journals»-Berichts, dem der US-PrĂ€sident sofort entgegentrat. Die US-Zeitung berichtete ĂŒber einen angeblichen Brief mit schlĂŒpfrigem Inhalt, der Trumps Namen tragen und Teil eines Albums mit vielen Geburtstagsbriefen fĂŒr Epstein im Jahr 2003 gewesen sein soll. Die Zeitung berief sich auf Einblick in Dokumente. Sie schrieb, auf dem angeblichen Brief sollen mit einem Marker die Umrisse eines Frauenkörpers mit BrĂŒsten gezeichnet worden sein.Â
Der PrĂ€sident bestreitet, Urheber gewesen zu sein - Trump kĂŒndigte Klage gegen die Zeitung an. Auf Trumps Profil auf seiner Plattform Truth Social heiĂt es in einem Post als Reaktion auf die Berichterstattung: «Das ist ein weiteres Beispiel fĂŒr FAKE NEWS!»
Trump: «Ich zeichne keine Bilder von Frauen»
Die Zeitung zitierte im selben Artikel Trump mit den Worten: «Das ist gefÀlscht. Es ist ein Falschbericht des "Wall Street Journals"». Und weiter wurde der US-PrÀsident zitiert: «Ich zeichne keine Bilder von Frauen». Und: «Es ist nicht meine Sprache. Es sind nicht meine Worte.»
Vize-PrÀsident Vance: «absoluter Bullshit»
Vize-PrÀsident JD Vance sprang Trump zur Seite. Auf der Plattform X postete Vance: «Verzeihen Sie mir meine Ausdrucksweise, aber diese Geschichte ist kompletter und absoluter Bullshit. Das WSJ sollte sich schÀmen, sie veröffentlicht zu haben.»
Trump gegen Murdoch
Trump will nicht nur die Zeitung verklagen, sondern auch Medienmogul Rupert Murdoch, zu dessen Portfolio das «Wall Street Journal» zĂ€hlt. Der US-PrĂ€sident schrieb auf Truth Social: «Ich habe Rupert Murdoch gesagt, dass es sich um einen Schwindel handelt und dass er diese Fake-Geschichte nicht drucken soll.» Er werde ihn verklagen - Trump benutzte dabei die abfĂ€llige Bezeichnung «his ass» (wörtlich seinen Hintern oder Arsch). Trump sprach zudem ĂŒber das WSJ von einer «drittklassigen» Zeitung.







