Trump-ĂuĂerung nach Gerichtstermin hat Konsequenzen
05.08.2023 - 19:09:42 | dpa.de
Nach seinem Gerichtstermin in Washington hat eine ĂuĂerung in sozialen Medien dem frĂŒheren US-PrĂ€sidenten Donald Trump neuen juristischen Ărger eingebracht. «Wenn ihr mich verfolgt, dann werde ich euch verfolgen», schrieb der Republikaner auf der von ihm mitgegrĂŒndeten Online-Plattform Truth Social am Freitag, nur einen Tag nach der Verlesung der Anklage gegen ihn in der US-Hauptstadt.
Nach Auffassung von Sonderermittler Jack Smith richtet sich Trumps ĂuĂerung gegen Zeugen, Richter und AnwĂ€lte, die an dem Strafverfahren rund um versuchten Wahlbetrug und den Sturm auf das US-Kapitol am 6. Januar 2021 gegen Trump beteiligt sind.
Smith zufolge ist Trumps ĂuĂerung ein Beleg dafĂŒr, dass man sich nicht darauf verlassen kann, dass Trump vertrauliche Informationen, die ihm im Laufe des Verfahrens zugĂ€nglich gemacht werden, geheim halten wird. In einem am Freitagabend (Ortszeit) bei Gericht eingereichten Antrag des Sonderermittlers hieĂ es, es bestehe die Gefahr, dass Trump Beweismaterial, mit dem er konfrontiert werde, verwende, um Zeugen einzuschĂŒchtern oder ihnen zu drohen. Smith bat das Gericht deswegen darum, Trump und seinen AnwĂ€lten rasch Grenzen fĂŒr den Umgang mit sensiblen Informationen aufzuzeigen.
Trump-Sprecher beschwichtigt
Die zustĂ€ndige Richterin ordnete an, dass der Ex-PrĂ€sident sich bis Montagnachmittag zu Smiths Position Ă€uĂern muss. Ein Sprecher Trumps hatte kurz zuvor in einer ErklĂ€rung mitgeteilt, der Beitrag Trumps bei Truth Social sei nichts anderes als «politische Rede» und habe nichts mit dem Fall zu tun.
Trump war bei der Anklageverlesung am Donnerstag im Rahmen des ĂŒblichen Prozederes vor Gericht unter anderem daran erinnert worden, dass es eine Straftat ist zu versuchen, Geschworene zu beeinflussen, einen Zeugen oder andere Personen zu bedrohen oder sie zu bestechen.
Trump wertet die Strafverfolgung gegen ihn als politisch motiviert. Am Tag nach dem Gerichtstermin in Washington nutzte er sowohl Truth Social als auch eine Wahlkampfrede am Abend, um ausgiebig gegen das Vorgehen zu wettern. Dem 77-JÀhrigen, der bei der PrÀsidentenwahl 2024 erneut antreten will, wird in dem Fall unter anderem vorgeworfen, eine Verschwörung gegen den Staat orchestriert zu haben. Trump plÀdierte am Donnerstag auf «nicht schuldig».
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