Donald Trump, USA

Trump erteilt TV-Debatte der Republikaner eine Absage

21.08.2023 - 01:30:21

Donald Trump will bei der kommenden US-PrÀsidentschaftswahl ins Rennen gehen. An den parteiinternen Fernsehdebatten vorab will der Republikaner aber nicht teilnehmen.

Die erste Fernsehdebatte vor den parteiinternen Vorwahlen der Republikaner in den USA wird ohne den ehemaligen PrÀsidenten Donald Trump stattfinden.

«Die Öffentlichkeit weiß, wer ich bin und was fĂŒr eine erfolgreiche PrĂ€sidentschaft ich hatte», schrieb Trump auf der von ihm mitgegrĂŒndeten Plattform Truth Social. «Ich werde daher nicht an den Debatten teilnehmen», so Trump weiter in Großbuchstaben. Damit deutete er an, dass er nicht nur der ersten Debatte am Mittwoch fernbleiben werde, sondern auch weiteren parteiinternen Fernsehdebatten seiner Partei.

Vorwahlen der Republikaner im kommenden Jahr

Trumps AnkĂŒndigung kommt nicht ĂŒberraschend. Medien hatten bereits zuvor unter Berufung auf mit der Angelegenheit befasste Personen berichtet, dass Trump am Mittwoch nicht dabei sein werde. Auch Trump hatte die Entscheidung bereits angedeutet. Spekuliert wurde darĂŒber, ob Trump stattdessen dem kĂŒrzlich von Fox News gefeuerten Moderator Tucker Carlson ein Interview geben könnte. Das wĂ€re ein Affront gegen die Republikanische Partei und den rechten Fernsehsender.

Unter den Teilnehmern der Debatte sind zum Beispiel Floridas Gouverneur Ron DeSantis, der ehemalige US-Vize Mike Pence oder die ehemalige Gouverneurin von South Carolina, Nikki Haley. Die Vorwahlen der Republikaner finden von Januar bis Juni kommenden Jahres statt, die PrÀsidentschaftswahl dann im November 2024.

Vier Anklagen gegen Trump

Trump liegt in parteiinternen Umfragen weit vorn. Bisher haben dem einstigen Immobilienmogul die Ermittlungen gegen ihn in Umfragen nicht geschadet. Trump ist der erste Ex-PrĂ€sident in der US-Geschichte, der sich wegen mutmaßlicher Straftaten vor Gericht verantworten muss. Insgesamt gibt es vier Anklagen gegen ihn.

Zuletzt hatten einige konservative Juristen argumentiert, dass Trump wegen seiner Versuche, das Wahlergebnis der PrĂ€sidentenwahl 2020 zu kippen, nicht noch einmal PrĂ€sident werden könne. Sie begrĂŒndeten dies mit dem 14. Verfassungszusatz. Ihrer Auffassung nach brauche es fĂŒr den Ausschluss vom Amt keine strafrechtliche Verurteilung wegen Aufruhrs. Die Auffassung wird nicht von allen Rechtsgelehrten geteilt - letztlich mĂŒsste der Supreme Court darĂŒber entscheiden.

@ dpa.de