Letzte Frist fĂŒr Luftkampfsystem FCAS bis Mitte April
19.03.2026 - 09:57:07 | dpa.de
Deutschland und Frankreich starten einen letzten Versuch, sich auf ein gemeinsames Luftkampfsystem (FCAS) zu verstĂ€ndigen. Ein Ergebnis mĂŒsse wegen anstehender Entscheidungen zum Bundeshaushalt am 15. April vorliegen, hieĂ es aus deutschen Regierungskreisen nach einem GesprĂ€ch zwischen Bundeskanzler Friedrich Merz und Frankreichs PrĂ€sident Emmanuel Macron zur Vorbereitung des EU-Gipfels, das bereits am Mittwochabend stattfand. Den Angaben zufolge sollen in den nĂ€chsten vier Wochen Experten zwischen den beteiligten Unternehmen vermitteln und nach einer Lösung suchen.
FCAS könnte teuerstes europĂ€isches RĂŒstungsprojekt werden
FCAS steht fĂŒr «Future Combat Air System» und wĂ€re bei einer Realisierung das gröĂte und teuerste europĂ€ische RĂŒstungsprojekt. Die Gesamtkosten werden auf einen dreistelligen Milliardenbetrag geschĂ€tzt. Deutschland, Frankreich und Spanien ringen seit Monaten um eine Realisierung des Projekts.Â
Die Entscheidung wird nun bereits zum dritten Mal verschoben, zuletzt war Ende Februar angepeilt worden. Das Luftkampfsystem soll im Verbund mit unbewaffneten und bewaffneten Drohnen fliegen und ist insofern mehr als ein Kampfflugzeug. Der Plan ist, dass es den von der Bundeswehr genutzten Eurofighter und auch die französische Rafale ab 2040 ablöst.
Unterschiedliche Vorstellungen vom Kampfflugzeug
Als Kernproblem hatte Merz zuletzt genannt, dass die Franzosen ein anderes Kampfflugzeug brauchen als die Bundeswehr. «Ganz konkret, die Franzosen brauchen in der nÀchsten Generation der Kampfflugzeuge ein atomwaffenfÀhiges und ein flugzeugtrÀgerfÀhiges Flugzeug. Das brauchen wir in der deutschen Bundeswehr gegenwÀrtig nicht.»
Von deutscher Seite wurde deswegen die Option ins Spiel gebracht, FCAS mit zwei Flugzeugen zu realisieren. Frankreich will nach Angaben von deutscher Seite aber nur eins bauen und dies auf seine eigenen BedĂŒrfnisse ausrichten.
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