Israel, Libanon

Kreise: Libanons PrÀsident will kein GesprÀch mit Netanjahu

16.04.2026 - 15:55:43 | dpa.de

Eigentlich befinden sich Israel und der Libanon im Kriegszustand. Einige Zeichen deuten auf einen möglichen Durchbruch hin im Konflikt mit der Hisbollah. Aber HĂŒrden bleiben.

Im Libanon wurden Hunderte Menschen getötet durch israelische Angriffe. - Foto: Emilio Morenatti/AP/dpa

Libanons PrĂ€sident Joseph Aoun ist gut informierten Kreisen in Beirut zufolge vorerst nicht bereit zu einem direkten TelefongesprĂ€ch mit Israels MinisterprĂ€sidenten Benjamin Netanjahu. Aoun habe in einem GesprĂ€ch mit US-Außenminister Marco Rubio zwar ĂŒber die Möglichkeit solch eines Telefonats gesprochen, lehne es bisher aber ab, erfuhr die Deutsche Presse-Agentur aus libanesischen Regierungskreisen.

Ein Telefonat zwischen Aoun und Netanjahu wĂ€re das erste GesprĂ€ch dieser Art seit Jahrzehnten. Die Nachbarstaaten Israel und Libanon sind verfeindet und befinden sich offiziell im Kriegszustand. US-PrĂ€sident Donald Trump hatte fĂŒr diesen Donnerstag ein GesprĂ€ch der «AnfĂŒhrer» beider NachbarlĂ€nder angekĂŒndigt, nachdem ihre Botschafter am Dienstag in Washington erstmals seit Jahrzehnten zu direkten politischen GesprĂ€chen zusammengekommen waren. Eine israelische Ministerin wurde noch konkreter und kĂŒndigte am Donnerstagmorgen ein GesprĂ€ch zwischen Netanjahu und Aoun an.

Israel und die Hisbollah im Libanon bekĂ€mpfen sich im Zuge des Iran-Kriegs erneut. Die libanesische Regierung ist keine aktive Kriegspartei und bemĂŒht sich um Deeskalation. Zugleich macht sie Israel schwere VorwĂŒrfe wegen der anhaltenden Angriffe im Libanon, bei denen nach offiziellen Angaben seit Beginn des Iran-Kriegs Ende Februar mehr als 2.000 Menschen getötet wurden. Die Hisbollah lehnte GesprĂ€che zwischen der Regierung und Israel bisher ab.

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