Bernardo Arévalo, Guatemala

Guatemala: Proteste gegen Generalstaatsanwaltschaft

19.09.2023 - 04:33:10

Eigentlich soll Bernardo ArĂ©valo im Januar als neuer PrĂ€sident Guatemalas vereidigt werden - doch die Generalstaatsanwaltschaft mischt sich ein. Nun gehen Tausende fĂŒr den Sozialdemokraten auf die Straße.

  • WĂ€hrend einer Demonstration in Guatemala-Stadt hĂ€lt eine Frau ein Schild mit der Aufschrift «Parasiten raus» in die Höhe. Tausende Menschen protestieren in dem lateinamerikanischen Land gegen die Generalstaatsanwaltschaft. - Foto: Moises Castillo/AP/dpa

    Moises Castillo/AP/dpa

  • WĂ€hrend einer Demonstration in der Hauptstadt hĂ€lt eine Frau ein Schild mit der Aufschrift «Parasiten raus» in die Höhe. Tausende Menschen protestieren in Guatemala gegen die Generalstaatsanwaltschaft. - Foto: Moises Castillo/AP/dpa

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WÀhrend einer Demonstration in Guatemala-Stadt hÀlt eine Frau ein Schild mit der Aufschrift «Parasiten raus» in die Höhe. Tausende Menschen protestieren in dem lateinamerikanischen Land gegen die Generalstaatsanwaltschaft. - Foto: Moises Castillo/AP/dpaWÀhrend einer Demonstration in der Hauptstadt hÀlt eine Frau ein Schild mit der Aufschrift «Parasiten raus» in die Höhe. Tausende Menschen protestieren in Guatemala gegen die Generalstaatsanwaltschaft. - Foto: Moises Castillo/AP/dpa

Einen Monat nach der Wahl in Guatemala haben gestern Tausende Menschen gegen die Generalstaatsanwaltschaft protestiert und ihre UnterstĂŒtzung fĂŒr den gewĂ€hlten PrĂ€sidenten Bernardo ArĂ©valo kundgetan.

Seit dem Wahlsieg des Sozialdemokraten am 20. August versucht die Generalstaatsanwaltschaft, seine Partei aus umstrittenen GrĂŒnden zu suspendieren. Der 64-jĂ€hrige ArĂ©valo, der sich dem Kampf gegen die Korruption in dem mittelamerikanischen Land verschrieben hat, forderte den RĂŒcktritt von GeneralstaatsanwĂ€ltin Consuelo Porras. Der Ex-Diplomat reichte gleichzeitig eine Klage beim Obersten Gericht ein, um das aus seiner Sicht undemokratische Vorgehen der Justiz gegen seine Wahl zu stoppen.

«Die BĂŒrger haben ihren Willen bereits zum Ausdruck gebracht, und was die Menschen in Guatemala wollen, ist ein Wandel», sagte ArĂ©valo. Die Guatemalteken wollten die Institutionen den HĂ€nden der korrupten politischen Eliten entreißen. Der kĂŒnftige PrĂ€sident sprach von einem versuchten Staatsstreich. Korrupte Akteure in Justiz und Politik versuchten, seine Vereidigung am 14. Januar zu verhindern. Auch die EU und die USA verurteilten zuletzt die Versuche, die Demokratie zu untergraben.

@ dpa.de