Großbritannien, USA

Epstein-Skandal in London: Starmers Stabschef tritt zurück

08.02.2026 - 15:57:38

Ein britischer Ex-Minister soll enge Kontakte zu Epstein gehabt haben. Trotzdem bekam er einen Botschafter-Job in den USA. Die Regierung in London steht unter Druck. Nun folgt der erste Rücktritt.

  • Morgan McSweeney räumt seinen Posten als Stabschef von Keir Starmer. (Archivbild) - Foto: Jonathan Brady/PA Wire/dpa

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  • Gegen Peter Mandelson ermittelt die britische Polizei. (Archivbild) - Foto: Kirsty Wigglesworth/AP/dpa

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Morgan McSweeney räumt seinen Posten als Stabschef von Keir Starmer. (Archivbild) - Foto: Jonathan Brady/PA Wire/dpaGegen Peter Mandelson ermittelt die britische Polizei. (Archivbild) - Foto: Kirsty Wigglesworth/AP/dpa

In der Affäre um die Epstein-Kontakte eines früheren britischen Ministers hat der Stabschef von Premierminister Keir Starmer übereinstimmenden Medienberichten zufolge seinen Rücktritt erklärt. In einem Statement von Morgan McSweeney, das die BBC veröffentlichte, heißt es, er habe dem Premierminister zur Ernennung von Ex-Minister Peter Mandelson als Botschafter in den USA geraten und «übernehme die volle Verantwortung dafür». Weiter schreibt der Starmer-Vertraute: «Die Entscheidung, Peter Mandelson zu ernennen, war falsch.» Mandelson habe der Labour-Partei, dem Land und dem Vertrauen in die Politik geschadet.

Der frühere britische Wirtschaftsminister Mandelson soll engen Kontakt zu dem Sexualstraftäter Jeffrey Epstein gehabt und unter anderem während der Finanz- und Wirtschaftskrise sensible Informationen an den US-Geschäftsmann weitergegeben haben. Die britische Polizei ermittelt gegen Mandelson, der erst vor rund einem Jahr zum Botschafter in den USA ernannt worden war. Deshalb steht auch Premierminister Keir Starmer in der Sache unter Druck. In den vergangenen Tagen waren Rufe nach dem Rücktritt Starmers laut geworden. 

Den Botschafter-Posten verlor Mandelson wegen des Epstein-Skandals bereits im vergangenen Jahr, zuletzt trat er auch aus der Regierungspartei Labour aus und gab seinen Sitz im Oberhaus des Parlamentes ab.

@ dpa.de

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