Selenskyj: Kein Verbot fĂŒr Verhandlungen mit Putin fĂŒr mich
13.05.2025 - 17:18:01Ein Dekret, das Verhandlungen mit dem russischen PrĂ€sidenten Wladimir Putin fĂŒr unmöglich erklĂ€rt, ist fĂŒr seinen ukrainischen Amtskollegen Wolodymyr Selenskyj kein Hinderungsgrund fĂŒr ein Treffen mit dem Kremlchef. «Ich kann und werde mir nichts verbieten», sagte der Staatschef Journalisten in Kiew.Â
Dass er fĂŒr ein Treffen mit dem russischen PrĂ€sidenten erst den Ukas aufheben mĂŒsse, sei ein Narrativ des Kremls. «GemÀà der Verfassung der Ukraine kann niemand auĂer mir Verhandlungen ĂŒber die SouverĂ€nitĂ€t und die territoriale Unversehrtheit der Ukraine fĂŒhren», begrĂŒndete Selenskyj seine Interpretation des Erlasses.
Selenskyj unterzeichnete Erlass im September 2022
Ende September 2022 hatte er nach der formellen russischen Annexion der ukrainischen Gebiete Donezk, Luhansk, Saporischschja und Cherson einen Erlass unterzeichnet, der Verhandlungen mit Putin fĂŒr unmöglich erklĂ€rte. Dem ging eine Entscheidung des ukrainischen Sicherheitsrates voraus.
Am Donnerstag beabsichtigt Selenskyj fĂŒr GesprĂ€che mit dem tĂŒrkischen PrĂ€sidenten Recep Tayyip Erdogan nach Ankara zu fliegen. «Wir werden auf ein Treffen mit Putin in der TĂŒrkei warten», sagte der Ukrainer. Sollte der Kremlchef nach Istanbul reisen wollen, wĂŒrden Erdogan und er sich in die Stadt am Bosporus begeben, erklĂ€rte Selenskyj.Â
Die Ukraine wehrt sich seit mehr als drei Jahren gegen eine russische Invasion. Zuletzt hatte Washington beide Kriegsparteien zu einer Waffenruhe gedrÀngt. Moskau hatte diese Forderung ignoriert und stattdessen direkte Verhandlungen mit der ukrainischen Seite in Istanbul vorgeschlagen. Daraufhin erklÀrte Selenskyj, direkt mit Putin dort verhandeln zu wollen. US-PrÀsident Donald Trump erwÀgt ebenfalls eine Teilnahme an den möglichen GesprÀchen.


