Arabische LĂ€nder lehnen Trump-Vorschlag zu Gaza ab
01.02.2025 - 16:02:11Die AuĂenminister mehrerer einflussreicher arabischer Staaten haben eine Umsiedlung von PalĂ€stinensern aus dem Gazastreifen zurĂŒckgewiesen. Sie reagierten damit auf einen Vorschlag von US-PrĂ€sident Donald Trump, dass Ăgypten und Jordanien die PalĂ€stinenser aus Gaza aufnehmen sollten. Das könne vorĂŒbergehend oder langfristig sein, hatte er zuletzt gesagt und argumentiert, der Gazastreifen sei buchstĂ€blich eine Abrissbrache.Â
Die AuĂenminister Ăgyptens, Jordaniens, Katars, Saudi-Arabiens, der Vereinigten Arabischen Emirate sowie Spitzenvertreter der PalĂ€stinensische Autonomiebehörde und der Arabischen Liga teilten nun mit, eine Umsiedlung gefĂ€hrde die StabilitĂ€t der Region und verlĂ€ngere den Konflikt. Die Rechte der PalĂ€stinenser dĂŒrften nicht verletzt werden, «ob durch Siedlungs-AktivitĂ€ten, Ausweisung oder die Zerstörung von HĂ€usern oder Annexion», hieĂ es weiter. Das gelte auch fĂŒr den «Transfer oder die Entwurzelung von PalĂ€stinensern von ihrem Land in irgendeiner Weise oder unter irgendwelchen UmstĂ€nden und BegrĂŒndungen».
Trump telefoniert mit Ăgyptens PrĂ€sident
In den vergangenen Tagen hatte sich Trump mehrfach optimistisch gezeigt, dass Ăgypten und Jordanien seinem Vorschlag folgen wĂŒrden. Am Samstag telefonierte er mit Ăgyptens PrĂ€sident Abdel-Fattah al-Sisi, wie das WeiĂe Haus im Anschluss mitteilte. Die Frage der Umsiedlung von PalĂ€stinensern wurde in der Mitteilung nicht erwĂ€hnt. Vielmehr hieĂ es darin, al-Sisi habe Zuversicht geĂ€uĂert, dass Trumps FĂŒhrung ein «goldenes Zeitalter des Friedens im Nahen Osten» einleiten könnte.
Im Gazastreifen leben nach UN-Angaben mehr zwei Millionen Menschen. PalĂ€stinenserprĂ€sident Mahmud Abbas hatte bereits vor einer möglichen Vertreibung der Bewohner des KĂŒstenstreifens gewarnt. Auch die Vereinten Nationen lehnten diese Idee entschieden ab.
Die AuĂenminister und weiteren arabischen Spitzenvertreter bezeichneten die Rolle der USA zugleich als wichtig bei BemĂŒhungen um eine dauerhafte Waffenruhe im Gaza-Krieg. Die Gruppe «freut sich auf die Zusammenarbeit mit der Trump-Regierung, um einen gerechten und umfassenden Frieden im Nahen Osten zu erreichen».


