Republikaner, Christie

Republikaner Christie steigt aus PrÀsidentschaftsrennen aus

11.01.2024 - 00:25:32 | dpa.de

Ein weiterer Republikaner zieht sich aus dem Wahlkampf fĂŒr das höchste Amt in den USA zurĂŒck. Die bald startenden Vorwahlen werden sich nach jetzigem Stand zwischen drei Bewerbern entscheiden.

US-Republikaner Chris Christie warnt vor einer weiteren Amtszeit von Donald Trump. - Foto: Robert F. Bukaty/AP

Der US-Republikaner Chris Christie steigt aus dem Rennen um das Weiße Haus aus. Der frĂŒhere Gouverneur des US-Bundesstaates New Jersey verkĂŒndete bei einem Auftritt im Bundesstaat New Hampshire, dass er seine PrĂ€sidentschaftsbewerbung nicht weiter verfolgen werde.

Christie sagte, ihm sei klar, «dass es fĂŒr mich keinen Weg gibt, die Nominierung zu gewinnen». Und er wolle auf keinen Fall dazu beitragen, dass der frĂŒhere US-PrĂ€sident Donald Trump erneut PrĂ€sident werden könnte. Christie verwies damit darauf, dass er nicht potenzielle Stimmen fĂŒr andere parteiinterne Mitstreiter abgreifen und so womöglich deren Chancen gegen Trump minimieren wolle.

Weitere PrÀsidentschaftsbewerber ausgestiegen

Trump will fĂŒr die Republikaner erneut ins Weiße Haus einziehen. Im republikanischen Bewerberfeld liegt er in Umfragen mit großem Abstand vorne, vor dem Gouverneur Floridas, Ron DeSantis, und der frĂŒheren US-Botschafterin bei den Vereinten Nationen, Nikki Haley. Das Rennen ist nach jetzigen Stand eines zwischen diesen drei Kontrahenten.

Christie hatte in Umfragen dagegen kaum eine Rolle gespielt. Andere noch verbliebene AnwÀrter rangieren ebenfalls im einstelligen Bereich. Christies Ausstieg aus dem Rennen kommt wenige Tage vor dem Start der parteiinternen Vorwahlen der Republikaner, bei denen der PrÀsidentschaftskandidat der Partei bestimmt wird.

Die erste Abstimmung dazu steht in der kommenden Woche im Bundesstaat Iowa an. Die eigentliche PrĂ€sidentenwahl ist schließlich fĂŒr Anfang November angesetzt. In den vergangenen Wochen hatten sich bereits andere republikanische PrĂ€sidentschaftsbewerber aus dem Wahlkampf zurĂŒckgezogen, darunter der frĂŒhere VizeprĂ€sident Mike Pence.

Christie wendet sich von Trump ab

2016 hatte Christie schon einmal PrĂ€sidentschaftskandidat seiner Partei werden wollen, sich damals nach schlechten Ergebnissen bei den Vorwahlen aber zurĂŒckgezogen. Der 61-JĂ€hrige ist ein ehemaliger Vertrauter Trumps, der sich inzwischen aber von dem Ex-PrĂ€sidenten abgewendet hat und einer seiner hĂ€rtesten Kritiker ist. Christie hatte Trump in den vergangenen Wahlkampf-Wochen stets hart angegriffen - anders als seine anderen Mitstreiter in dem Rennen.

Am Mittwoch warf Christie seinen Parteikollegen erneut vor, sie seien zu feige, Trump frontal anzugreifen. Und er warnte einmal mehr eindringlich vor einer weiteren Amtszeit Trumps.

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