USA, Regierung

US-Repräsentantenhaus billigt Deal im Schuldenstreit

01.06.2023 - 03:48:43

Eine weitere Hürde zur Abwendung der Zahlungsunfähigkeit der USA ist genommen: Im Repräsentantenhaus stimmte eine Mehrheit dafür, die Schuldenobergrenze vorerst auszusetzen. Nun muss nur noch der Senat zustimmen.

Das US-Repräsentantenhaus hat den Gesetzentwurf gebilligt, mit dem in letzter Minute eine Zahlungsunfähigkeit der Vereinigten Staaten abgewendet werden soll. Eine Mehrheit der Abgeordneten in der Kongresskammer stimmte am Mittwochabend (Ortszeit) für den Entwurf, mit dem die US-Schuldenobergrenze bis 2025 ausgesetzt werden soll, während gleichzeitig die geplanten staatlichen Ausgaben in den kommenden beiden Jahren deutlich beschränkt werden.

Damit der US-Regierung nicht das Geld ausgeht, muss nach dem Repräsentantenhaus auch der Senat dem Vorhaben zustimmen und Präsident Joe Biden das Gesetz unterzeichnen. Der Zeitdruck ist groß: US-Finanzministerin Janet Yellen hatte zuletzt gewarnt, die Zahlungsunfähigkeit könnte am 5. Juni eintreten - also bereits am kommenden Montag.

Bidens Regierung und die Republikaner, die im Repräsentantenhaus eine knappe Mehrheit haben, hatten in den vergangenen Wochen in langen und schwierigen Verhandlungen um einen parteiübergreifenden Kompromiss gerungen. Mit dem Resultat sind viele Politiker sowohl bei Bidens Demokraten als auch bei Republikanern unzufrieden, insbesondere am linken beziehungsweise rechten Rand der beiden Parteien. Angesichts des drohenden Zahlungsausfalls der US-Regierung, der eine Finanz- und Wirtschaftskrise mit weltweiten Folgen auslösen könnte, versammelten sich jedoch Abgeordnete aus der Mitte beider Parteien hinter dem Deal und sorgten so für eine nötige Mehrheit bei der Abstimmung.

314 Abgeordnete stimmten im Repräsentantenhaus für den Gesetzentwurf, darunter 149 Republikaner und 165 Demokraten. Die Spitzen im Senat haben in Aussicht gestellt, den Entwurf möglichst schnell auch dort zur Abstimmung zu bringen.

@ dpa.de

Weitere Meldungen

Venezuela kündigt Amnestie für politische Häftlinge an. Venezuelas Regierung plant ein Amnestiegesetz für politische Gefangene seit 1999. Präsidentin Rodríguez nennt das Ziel: «Wunden heilen» - das gelingt aber unter Druck aus Washington. Venezuela kündigt Amnestie für politische Häftlinge an (Ausland, 31.01.2026 - 01:54) weiterlesen...

Wichtige Hürde: US-Senat stimmt Haushalt zu. Nun steht eine Lösung bevor. Damit soll ein Stillstand der Regierungsgeschäfte vermieden werden. Nach den Schüssen auf US-Bürger in Minnesota haben Demokraten einen Streit um den Haushalt eskaliert. (Ausland, 31.01.2026 - 01:46) weiterlesen...

Millionen Seiten – Weitere Epstein-Dokumente veröffentlicht. Geschwärzt oder ausgespart wurde Material unter anderem zum Schutz der Opfer. Mit einiger Verspätung hat das US-Justizministerium etliche weitere Epstein-Akten veröffentlicht. (Ausland, 30.01.2026 - 20:35) weiterlesen...

«Melania» in den Kinos: Die Frau hinter Donald Trump. Und zugleich erzählt das Kinoprojekt so viel über das Weiße Haus. Wie unabhängig ist ein Film über die First Lady, wenn sie zugleich Co-Produzentin ist? «Melania» hat viel mit PR zu tun. (Unterhaltung, 30.01.2026 - 20:25) weiterlesen...

Trump: Mehr Kriegsschiffe in Richtung Iran unterwegs. Die Machthaber in Teheran wollten einen Deal eingehen, sagt er. Wenn nicht, werde man sehen, was passiert. US-Präsident Donald Trump sammelt Kriegsschiffe in der Nähe des Irans. (Ausland, 30.01.2026 - 19:09) weiterlesen...

US-Ministerium veröffentlicht weitere Epstein-Dokumente. Einige Dokumente hat das Justizministerium auch bereits veröffentlicht, aber längst nicht alle. Nun folgen viele weitere. Die Frist zur Veröffentlichung der Epstein-Akten ist längst verstrichen. (Ausland, 30.01.2026 - 17:54) weiterlesen...