Salvador, StraftÀter

El Salvador nimmt StraftÀter aus USA in Mega-GefÀngnis auf

04.02.2025 - 05:58:27 | dpa.de

El Salvador geht rigoros gegen BandenkriminalitĂ€t vor und bringt deren Mitglieder in einem Mega-GefĂ€ngnis unter. Nun sollen auch die USA davon profitieren – gegen Bezahlung.

  • "Wir haben den Vereinigten Staaten von Amerika die Möglichkeit angeboten, einen Teil ihres GefĂ€ngnissystems auszulagern", sagte Bukele. - Foto: Mark Schiefelbein/POOL AP/AP/dpa
  • Das Mega-GefĂ€ngnis wurde vor zwei Jahren eröffnet. (Archivbild) - Foto: Camilo Freedman/dpa
    Das Mega-GefÀngnis wurde vor zwei Jahren eröffnet. (Archivbild) - Foto: Camilo Freedman/dpa
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El Salvadors PrĂ€sident Nayib Bukele hat sich dazu bereit erklĂ€rt, US-AbschiebehĂ€ftlinge jeglicher NationalitĂ€t sowie amerikanische Gewaltverbrecher in ein Mega-GefĂ€ngnis aufzunehmen. Bukele habe versprochen, kriminelle illegale Einwanderer aus allen LĂ€ndern aufzunehmen und zu inhaftieren, erklĂ€rte die Sprecherin des US-Außenministeriums, Tammy Bruce, nach einem Treffen von Minister Marco Rubio mit dem PrĂ€sidenten. «Und in einer außergewöhnlichen Geste, die noch nie zuvor von einem Land gewĂ€hrt wurde, bot PrĂ€sident Bukele an, gefĂ€hrliche amerikanische Kriminelle in seinen GefĂ€ngnissen unterzubringen, darunter auch US-BĂŒrger und Personen mit legalem Aufenthalt.»

«Wir haben den Vereinigten Staaten von Amerika die Möglichkeit angeboten, einen Teil ihres GefĂ€ngnissystems auszulagern», teilte Bukele ĂŒber die Plattform X mit. El Salvador sei bereit, nur verurteilte StraftĂ€ter - einschließlich verurteilter US-BĂŒrger - gegen eine GebĂŒhr in ihr Mega-GefĂ€ngnis «Cecot» (Centro de Confinamiento del Terrorismo) aufzunehmen. «Die GebĂŒhr wĂ€re fĂŒr die USA relativ gering, fĂŒr uns jedoch erheblich, so dass unser gesamtes GefĂ€ngnissystem nachhaltig wĂ€re», so Bukele.

In El Salvador wurde im Kampf gegen gewalttĂ€tige Banden vor zwei Jahren ein neuer großer GefĂ€ngniskomplex eröffnet. Bis zu 40.000 Gefangene sollten dort eingesperrt werden. Bilder von gefesselten Gefangenen in weißen Shorts, die barfuß und mit tĂ€towierten Oberkörpern das GefĂ€ngnis rennend betraten, gingen damals um die Welt. Die Mordrate ging daraufhin in dem mittelamerikanischen Land deutlich zurĂŒck. Menschenrechtsaktivisten sprechen allerdings auch von willkĂŒrlichen Festnahmen. 

Das Thema Migration spielt bei Rubios Reise in Mittelamerika eine zentrale Rolle. Am Wochenende besuchte er bereits Panama. Nach dem Besuch in El Salvador geht es fĂŒr ihn weiter nach Costa Rica, Guatemala und in die Dominikanische Republik. Auch dort wird das Thema Migration angesichts der von US-PrĂ€sident Donald Trump angekĂŒndigten Massenabschiebungen eine zentrale Rolle spielen.

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